Antrag von SPD und Grünen zur künftigen Kita am Nottulner Landweg
Vernünftige Busanbindung gefordert

Münster-Roxel -

Schon bald wird es am Nottulner Landweg eine neue Kindertagesstätte geben. Politiker der Bezirksvertretung Münster-West fordern, das diese dann möglichst gut mit dem Öffentlichen Personennahverkehr erreicht werden kann.

Montag, 24.02.2020, 18:34 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 17:54 Uhr
Auf diesem Areal am Nottulner Landweg sollen die neue Sechs-Gruppen-Kindertagesstätte sowie etliche neue Wohnungen entstehen. SPD und Grüne
Auf diesem Areal am Nottulner Landweg sollen die neue Sechs-Gruppen-Kindertagesstätte sowie etliche neue Wohnungen entstehen. SPD und Grüne Foto: sch

Erste Arbeiten sind bereits im Gange: Am Nottulner Landweg nahe des Autobahnwalls sollen – wie berichtet – einige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen sowie eine zweigeschossige Sechs-Gruppen-Kindertagesstätte entstehen. Das hat die Sozialdemokraten und die Grünen in der Bezirksvertretung Münster-West nun dazu veranlasst, sich an Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine zu wenden: In einem gemeinsamen Antrag machen sie sich dafür stark, die künftige Kita an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) anzubinden.

In ihrem Schreiben weisen SPD und Grüne darauf hin, dass die Kindertagesstätte am Ende einer Sackgasse liege. Um die An- und Abfahrt mit anderen Verkehrsmitteln als dem Pkw attraktiver zu gestalten, sei eine vernünftige Anbindung an den ÖPNV wünschenswert. Zumal die nächsten Bushaltestellen weiter entfernt seien: Die nächstliegende Haltestelle „Nottulner Landweg“ liege etwa 600 Meter westlich, die Haltestelle „Schelmenstiege“ etwa 800 Meter nördlich und die Haltestelle „Dorffeldstraße“, die nur auf einem Weg mit mehreren Abbiegungen fußläufig zu erreichen sei, wäre etwa 800 Meter entfernt.

Nach den Vorstellungen von Sozialdemokraten und Grünen soll die Stadt Münster in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken eine Lösung erarbeiten, mittels derer die neue Kindertagesstätte „besser an den ÖPNV angebunden werden kann“. Dies könne durch eine Verlängerung der dort verkehrenden Kleinbuslinie erfolgen: „Hierbei sollte insbesondere eine alternative Streckenführung für die Kleinbuslinie 20 betrachtet werden, die einen Schwenk bis zur Schelmenstiege und von dort über Kösters Kämpken zurück zur Dorffeldstraße machen kann, ohne dass eine der bisherigen Haltestellen dadurch ausfiele. An der Kreuzung Nottulner Landweg / Schelmenstiege könnte dann eine Haltestelle eingerichtet werden“, wird im Antragsschreiben erläutert.

Durch seine geringe Größe könne der Kleinbus zum einen besser durch die Schelmenstiege und Kösters Kämpken fahren. Und zum anderen sei er auch dafür geeignet, Rollstühle und Ähnliches mehr zu transportieren, heben SPD und Grüne in ihrem Antrag hervor. Darüber hinaus setzen sie sich auch dafür ein, dass geprüft wird, ob ein 30-Minuten-Takt eingerichtet werden kann, um die Kita öfter als einmal pro Stunde anzusteuern und „berufstätigen Eltern auch im ÖPNV ausreichende Flexibilität zu bieten“.

Abschließend heißt es im Antragsschreiben dann noch: „Im Rahmen der Verkehrswende kann die Stadt Münster auch hier ein kleines, aber wirkungsvolles Angebot schaffen, andere Verkehrsmittel als Pkw zu nutzen und so neben ökologischen Aspekten auch die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner, der Kinder und der Angestellten berücksichtigen, die jedes Auto begrüßen werden, das nicht zur Kita vorfährt.“

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