SPD fordert neue Buslinie
Von Senden über Albachten bis zum Coesfelder Kreuz

Münster-West -

Damit zentrale Einrichtungen in Münsters Westen sowie die großen Arbeitgeber auch von Senden aus im Öffentlichen Personennahverkehr besser erreicht werden können, regen die Sozialdemokraten der Bezirksvertretung West die Einrichtung einer neuen Buslinie an.

Mittwoch, 08.04.2020, 19:59 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 18:28 Uhr
Kommt die von der SPD geforderte neue Buslinie, dann würde diese die Route der Kleinbuslinie 20 ausweiten.
Kommt die von der SPD geforderte neue Buslinie, dann würde diese die Route der Kleinbuslinie 20 ausweiten. Foto: Stadtwerke Münster

Geht es nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-West, dann sollen sich die Stadtwerke mit dem Kreis Coesfeld in Verbindung setzen: Im Rahmen eines Kooperationsprojekts soll eine neue Buslinie eingerichtet werden. Diese soll Senden und Bösensell mit den münsterischen West-Stadtteilen Albachten, Roxel und Mecklenbeck verbinden und bis zum Coesfelder Kreuz führen. In besagte Buslinie sollen die Schülerverkehre, die Regionalbuslinie T 540 sowie die Kleinbuslinie 20 aufgehen. Einen entsprechenden Antrag wollen die Sozialdemokraten in die Bezirksvertretung einbringen.

Da es abgesehen von der Bahnverbindung zwischen Bösensell und Albachten sowie der nur sehr selten verkehrenden Taxibuslinie T 540 nach Albachten keine unmittelbare ÖPNV-Verbindung gebe, nutzten viele Pendler aus dem Bereich Senden / Bösensell das Auto, um in den Westen Münsters zu gelangen. Umgekehrt sei es genauso, heißt es im Antragsschreiben der SPD-Politiker. Die großen Arbeitgeber im Westen Münsters wie die Universität und das Uniklinikum seien mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Bereich Senden leider nur über den Hauptbahnhof erreichbar.

„Deshalb ist das Auto für viele Pendler unverzichtbar, und die Ortskerne von Albachten, Roxel und auch die Roxeler Straße sind zu Zeiten des Berufsverkehrs zunehmend verstopft. Eine Buslinie könnte viele Pendler dazu bewegen, auf den ÖPNV umzusteigen, denn aus dem Bereich Senden wären Albachten, Roxel und Mecklenbeck, aber auch Gievenbeck und Sentrup gut erreichbar“, meinen die Sozialdemokraten.

Darüber hinaus sehen sie weitere Vorteile: So würde die Route der bislang gut angenommenen Kleinbuslinie 20 ausgeweitet, und die Bahnhöfe Albachten, Roxel und Mecklenbeck wären auch von Gievenbeck und Sentrup gut erreichbar. Zudem hätten Schüler ganztags die Möglichkeit, zwischen Albachten und Senden oder zwischen Roxel und Mecklenbeck zu pendeln. Spezielle Schülerfahrten könnten durch die Anbindung der Schulen möglicherweise entfallen. Darüber hinaus könne die neue Buslinie die Möbelhäuser in Bösensell vom münsterischen Westen aus gut erreichbar machen. Und Bösenseller, die Einkaufs-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten in Münster nutzen, könnten auf Pkw-Fahrten verzichten, so die Sozialdemokraten. Sie weisen auch darauf hin, dass die neue Buslinie die Ortskerne von Albachten und Roxel ebenso wie die Roxeler Straße als Hauptverbindung ins westliche Münsterland entlasten werde.

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