Ostergrüße für Roxeler Flüchtlinge
„Wir freuen uns auf ein Wiedersehen“

Münster-Roxel -

Die Mitstreiter der Roxeler Flüchtlingshilfe wollen den Kontakt zu den Flüchtlingen im Ort auch in der jetzigen Krisenzeit keineswegs verlieren. Deshalb haben sie ihnen Frühlingsgrüße vor die Türen gelegt.

Donnerstag, 09.04.2020, 23:03 Uhr aktualisiert: 15.04.2020, 16:52 Uhr
Doris Feldmann von der Roxeler Flüchtlingshilfe stellte
Doris Feldmann von der Roxeler Flüchtlingshilfe stellte

Die Überraschung war gelungen: Zu Beginn der Woche fanden die Bewohner der beiden Roxeler Flüchtlingseinrichtungen sowie anderswo im Ort lebende Flüchtlinge einen Frühlingsgruß vor ihrer Tür.

Die Idee entstand laut einer Mitteilung der Roxeler Flüchtlingshilfe in einem Kreis von Frauen, die jeden Mittwoch in der Unterkunft an der Havixbecker Straße einen Café-Treff anbieten.

„In Zeiten, wo persönliche Begegnungen fehlen, ist es umso wichtiger, Kontakt zu halten“, bekräftigt Jessica Kattan vom Mittwochskreis. Mitglieder des Vorstands und Freunde der Flüchtlingshilfe haben mit ihren Familien Plätzchen gebacken, Blumen gebastelt und zusammen mit bunten Ostereiern und Schokoladenhäschen hübsch verpackt. „40 Familien konnten wir so eine Freude machen“ freut sich Kattan. Für die Kinder gab es zudem eine Mappe mit Malvorlagen, Suchbildern, einem Osterei-Spiel und kleinen Bastelarbeiten, die Doris Feldmann mit ihren Kindern zusammengestellt hatte.

„Wir alle stehen in diesen Zeiten vor großen Herausforderungen – ich mag mir aber nicht vorstellen, wie schwer es in den Flüchtlingseinrichtungen ist, Kindern Tagesstruktur und Beschäftigung zu geben – von Home-Schooling ganz zu schweigen.“ Elke Meiners-Giebel, Vize-Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Roxel, hält es für unabdingbar, Kontakt zu den Flüchtlingen zu halten, um nach Corona wieder anknüpfen zu können: „Wir bleiben dran – auch wenn unsere Integrationshilfe durch das in den Einrichtungen natürlich erforderliche Besuchsverbot enorm erschwert wird.“ Damit der Ostergruß bei allen ankam, war er mehrsprachig formuliert: „Wir dürfen euch gerade nicht besuchen, aber wir denken an euch und freuen uns auf ein Wiedersehen.“

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