Evangelische Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell
Spatenstich fürs Nicolaizentrum

Münster-Roxel -

Läuft alles nach Plan, dann hat die evangelische Kirchengemeinde in Roxel im Sommer 2021 wieder eine eigene Heimat: Der Bau des Nicolaizentrums hat begonnen.

Freitag, 12.06.2020, 22:03 Uhr
So soll das zweigeschossige Nicolaizentrum nach der Fertigstellung im Sommer kommenden Jahres aussehen. Es wird Kirche und Wohnen Seite an Seite vereinen.  
So soll das zweigeschossige Nicolaizentrum nach der Fertigstellung im Sommer kommenden Jahres aussehen. Es wird Kirche und Wohnen Seite an Seite vereinen.   Foto: Paulushof GmbH

Der Februar sei ein „extrem nasser Monat“ gewesen, sagt Thomas Vennemann , Chef der Nordwalder Paulushof GmbH. Deshalb sei es beim Neubauprojekt auch zu Verzögerungen gekommen. Doch nun konnte der symbolische erste Spatenstich endlich vorgenommen werden: Auf dem rund 2320 Quadratmeter großem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell an der Paul-Gerhardt-Straße 38-42 entsteht das Nicolaizentrum, für das der Nordwalder Investor verantwortlich zeichnet.

Gleich mehrere Aktive hatten sich eingefunden, um dem Projekt zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen. Sowohl der neue Pfarrer Andreas Hirschberg, Mitglieder des neugewählten Presbyteriums, Pfarrer Dr. Timo Weissenberg von der katholischen Pfarrgemeinde als auch Bauherr Thomas Vennemann und Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine ließen es sich nicht nehmen, eine der bereitgestellten Schaufeln in die Hand zu nehmen. In den kommenden Monaten soll auf der Baustelle mit Hochdruck gearbeitet werden. „Plan ist, dass wir im Juli nächsten Jahres fertig sind“, unterstrich Vennemann. Bereits im Januar oder Februar solle mit dem Innenausbau begonnen werden.

Symbolischer Spatenstich: Zusammen mit Presbyteriumsmitgliedern nahmen Pfarrer Andreas Hirschberg, Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine und Investor Thomas Vennemann (hinten, v.l.) die Schaufeln in die Hand. Auch Pfarrer Timo Weißenberg von der katholischen Gemeinde (3.v.r.) war mit von der Partie.  Foto: sch

Symbolischer Spatenstich: Zusammen mit Presbyteriumsmitgliedern nahmen Pfarrer Andreas Hirschberg, Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine und Investor Thomas Vennemann (hinten, v.l.) die Schaufeln in die Hand. Auch Pfarrer Timo Weißenberg von der katholischen Gemeinde (3.v.r.) war mit von der Partie.  Foto: sch

Auf dem Erbpachtgrundstück, auf dem bis Ende vergangenen Jahres noch die 1965 erbaute Nicolaikirche stand, entsteht das „Nicolaizentrum“. Dabei handelt es sich um das neue evangelische Gemeindezentrum, dem 20 auf Senioren ausgerichtete barrierefreie Eigentumswohnungen mit Größen von 66 bis 120 Quadratmetern angegliedert sind. In dem zweiteiligen Neubaukomplex mit zwei Vollgeschossen wird die evangelische Gemeinde einen Kirchenraum und weitere Gemeinderäume erhalten. Auch das Amts- und Dienstzimmer von Pfarrer Hirschberg wird sich dort befinden. Die Gemeinde wird ihren Anteil an der nach modernsten Standards entstehenden Immobilie nach der Fertigstellung vom Investor anmieten.

Laut Thomas Vennemann ist es eine architektonische Herausforderung, die neue kirchliche Einheit mit dazu passenden Wohnkonzepten zu ergänzen. Mittels einer gut durchdachten Planung könne sichergestellt werden, dass sich diese nicht störten: Der kirchliche Teil des Neubaukomplexes werde wie gewohnt von der Paul-Gerhardt-Straße erschlossen und sei auf dem Grundstück nordöstlich ausgerichtet. Der Zugang zu den Seniorenwohnungen werde über die Carossastraße erfolgen. Sie seien in Richtung Südwesten ausgerichtet.

Erfahrungen im Hinblick auf vergleichbare Projekte kann Vennemann vorweisen: In Mecklenbeck zeichnete die Firma des Nordwalders bereits für das Paulushof-Projekt verantwortlich, das dort in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde erfolgreich verwirklicht wurde.

Beim symbolischen Spatenstich brachte Pfarrer Hirschberg Freude darüber zum Ausdruck, dass die evangelische Gemeinde in absehbarer Zeit in Roxel wieder eine Heimat und eigene Räume für ihre Aktivitäten bekommen werde. Das mache große Hoffnung, auch wenn es unter den älteren Gemeindemitgliedern sicherlich noch den einen oder anderen gebe, der der abgerissenen alten Nicolaikirche ein wenig nachtrauere.

Dank sprach Andreas Hirschberg seinem katholischen Amtskollegen Timo Weissenberg aus: Die evangelische Gemeinde freue sich, dass sie während der Bauzeit die katholische Pfarrkirche und weitere Räumlichkeiten der St.-Pantaleon-Gemeinde mitnutzen könne.

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