Evangelische Gemeinde spricht über Bauprojekt in Roxel
Neubau Ende 2021 einzugsbereit

Münster-West -

Zur ersten Gemeindeversammlung im Corona-Jahr 2020 haben sich die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Roxel, Albachten, Bösensell mit ihrem neuen Pfarrer Andreas Hirschberg getroffen.

Dienstag, 22.09.2020, 18:10 Uhr
Das im Frühjahr gewählte neue Presbyterium (v.l.) der evangelischen Kirchengemeinde bei der ersten Gemeindeversammlung mit Pfarrer Andreas Hirschberg (r.): Veit Müller, Johanna Reuken, Ulrike Overkamp, Annette Hausch, Corinne Weinheimer, Karin Mejer und Lea Rüschhoff-Nadermann
Das im Frühjahr gewählte neue Presbyterium (v.l.) der evangelischen Kirchengemeinde bei der ersten Gemeindeversammlung mit Pfarrer Andreas Hirschberg (r.): Veit Müller, Johanna Reuken, Ulrike Overkamp, Annette Hausch, Corinne Weinheimer, Karin Mejer und Lea Rüschhoff-Nadermann Foto: ann

Dass ein Geburtstagsständchen für die leitende Presbyterin von der Gemeindeversammlung gesummt wurde, hat es wohl noch nicht oft gegeben: Corona macht‘s möglich. Annette Hausch freute sich darüber, auch über die Blumen, die ihr überreicht wurden, als sie die Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Roxel, Albachten und Bösensell eröffnete.

Für Andreas Hirschberg war es eine Premiere: seine erste Gemeindeversammlung als Pfarrer der evangelischen Gemeinde, der er seit Anfang Juni vorsteht. Er zog eine durchweg positive Bilanz der ersten 100 Tage im Amt. „Ich bin offen und warmherzig aufgenommen worden und beeindruckt vom Engagement des Presbyteriums in den schwierigen Zeiten der Vakanz“, sagte er. Er hoffe, dass bei aller Veränderung die künftigen neuen Räume in Roxel eine geistliche Heimat werden könnten, auch wenn sich jeder Start – ähnlich wie bei einer alten Eisenbahn – zu Anfang manchmal etwas rumpelnd abspiele, bevor alles rund laufe.

Hirschberg startete die Versammlung mit einem biblischen Impuls, der Mut machen sollte, dass Kirche von Menschen „wie Du und ich“ gestaltet werde und nicht von Ausnahmetalenten. Das durch die Pandemie bisher wenig in Erscheinung getretene Presbyterium stellte sich vor: Karin Mejer, Veit Müller , Johanna Reuken, Lea Rüschhoff-Nadermann, Corinne Weinheimer, Frank Jäkel (in Abwesenheit) und Ulrike Overkamp, die zur aktuellen Versammlungsleiterin gewählt wurde.

Auf den mit Abstand stehenden Plätzen im Anne-Jakobi-Haus lagen farbige Karten, auf denen jeder Einzelne Kritik, Wünsche, Hoffnungen und Vorschläge notieren konnte, die als Anregung und Denkanstoß vom Presbyterium später bearbeitet werden sollten.

Mit großem Interesse und vielen Fragen beobachten die Gemeindemitglieder den Neubau in Roxel. Veit Müller stand bei Fragen Rede und Antwort, erklärte erneut den Lageplan sowie die Baufortschritte, verdeutlichte die bauordnungsrechtlichen Vorgaben und erläuterte vom Bürobereich über den Garten bis zu den Kellerräumen und den Toiletten viele Details. Für die Wohnungen gelte als Einzugstermin der 1. Oktober 2021, die kirchlich genutzten Räume würden – voraussichtlich mit leichter Verzögerung – im Anschluss übergeben.

Pfarrer Hirschberg wird auch weiterhin in Albachten wohnen. Ein Raum, in dem Gottesdienste gefeiert werden, müsse eine hochwertige Ausstattung bekommen, die Atmosphäre vermittle. Auch in dieser Hinsicht seien die Ideen der Gemeindemitglieder gefragt. Es sei aber auch ein münsterisches Architekten-Duo mit dem Farb-/ Licht und Einrichtungskonzept betraut.

Gegen Ende standen konkrete Vorschläge für Gemeindeveranstaltungen auf der Tagesordnung, wie ein Vater-Kind-Wochenende oder eine Reise auf den Spuren Martin Luthers und Paul Gerhardts, die von Marianne Overkamp al-Hamwi vorgestellt wurde.

Im Ausblick wurde auf den Dank-Gottesdienst am 4. Oktober für die Pastoren Johannes Krause-Isermann und Dr. Christoph Nooke hingewiesen sowie auf den Einführungsgottesdienst für Andreas Hirschberg und das neue Presbyterium am 8. November in St. Pantaleon.

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