Roxeler Autor Gernot Beger hat Kriminalkomödie geschrieben
„Ich bin ja nur der Hund“

Münster-Roxel -

Mit der Welt aus der Sicht eines Hundes kennt sich beileibe nicht jeder aus. Gernot Beger jedoch bestens. Deshalb hat er erneut einen Chaka-Roman verfasst.

Freitag, 25.09.2020, 23:59 Uhr
Ridgeback-Hündin Chaka und ihr Herrchen Gernot Beger jagen in Begers neuem Buch „Ich bin ja nur der Hund“ Tier- und Rauschgift-Schmuggler in Roxel.
Ridgeback-Hündin Chaka und ihr Herrchen Gernot Beger jagen in Begers neuem Buch „Ich bin ja nur der Hund“ Tier- und Rauschgift-Schmuggler in Roxel. Foto: jans

Chaka ist wieder da. Und diesmal sinniert die braune Ridgeback-Hündin des Roxeler Autors Gernot Beger nicht mehr nur nachsichtig über die Schrullen jener Wesen am anderen Ende der Hundeleine. Diesmal jagt sie mit ein paar vierbeinigen Kumpels Verbrecher. „Ich bin ja nur der Hund“ heißt der gerade im Gelnhausener Klecks-Verlag erschienene Roman Begers , in dem er den Leser wieder die Welt durch Hundeaugen sehen lässt.

Ganz so nett wie in „Wer erzieht hier eigentlich wen?“, Begers vor zwei Jahren erschienenem Erstlingsroman, in dem Chaka die Hauptrolle spielt, ist diese Welt allerdings nicht mehr. Immerhin haben inzwischen Finsterlinge in Roxel Einzug gehalten. Zumindest in die Welt Chakas, ihrer Hunde-Freunde und damit auch in die Welt von Gernot, dem Herrchen der Hunde-Heldin. Die beobachtet schon zum Auftakt der turbulenten Handlung messerscharf: „Wotan war eigentlich schon tot. Es wusste nur noch keiner von den Zweibeinern“.

Dann geht es richtig rund in Roxel: Böse Menschen aus Südosteuropa dealen mit kranken Welpen wie Wotan und auch gleich noch mit Rauschgift. Die benachbarte Raststätte wird zum Drehkreuz des Verbrechens, denn dorthin wird die heiße Ware geliefert. Chaka kriegt das mit und will Herrchen klarmachen, dass da Schlimmes im Gange ist.

Aber kann sowas eigentlich halbwegs plausibel gelingen? „Wie vermittelt der Hund das Wissen an die Zweibeiner?“ lautete eine der Kernfragen für Autor Beger. Er schüttelt verwundert den Kopf, wenn er liest, dass andere Schriftsteller ihre tierischen Helden in solchen Fällen plötzlich telefonieren lassen oder die Viecher gar hilfreiche E-Mails schreiben.

Beger hält von solch simplen Lösungen nichts. Durch ihn kann Chaka zwar denken, Wunder wirken kann sie nicht. Daher muss die Hündin sich tierischer Mittel bedienen, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie weiß aber auch: „Es ist zumeist der Mensch, der den Hund nicht versteht.“ Chaka bellt und buddelt darum so lange, soviel sei verraten, bis Gernot schließlich doch die vergrabenen Drogen entdeckt und die Polizei holt.

Der Autor sieht sein neues Buch als Kriminalkomödie, aber er blickt schon über den Schmunzelkrimi hinaus in ganz andere Dimensionen des Verbrechens. Der dritte Band der Chaka-Trilogie soll nämlich keineswegs mehr so lustig werden wie die vorangehende Drogen-Hatz. Er wird „Mord in Mecklenbeck“ heißen und ist fast fertig. Erscheinen soll die Geschichte um einen rätselhaften Todesfall in einem Seniorenheim zur Jahreswende, so Beger. Und dann? Der 69-jährige Beger schmunzelt. „Ich werde weiter schreiben“, sagt er. Aber er will sich dabei Themen jenseits von Chakas Welt widmen.

 

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