Ortstermin: „Gefahrenpunkt Havixbecker Straße“ soll entschärft werden
Mehr Sicherheit für Schulkinder

Münster-Roxel -

Die Querung der Verkehrsader Havixbecker Straße ist – insbesondere für Kinder – mitunter recht gefährlich. Deshalb fordern Roxeler Eltern und Lokalpolitiker schon seit Jahren, dort endlich eine Überquerungshilfe zu schaffen.

Mittwoch, 07.10.2020, 19:36 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 17:50 Uhr
Etliche Eltern hatten sich mit ihren Kindern auf Einladung von Ratsfrau Angela Stähler (2.v.r.) an der Havixbecker Straße eingefunden, um dort mit Vertretern der Stadtverwaltung über die Schaffung einer sicheren Querungsmöglichkeit zu sprechen.
Etliche Eltern hatten sich mit ihren Kindern auf Einladung von Ratsfrau Angela Stähler (2.v.r.) an der Havixbecker Straße eingefunden, um dort mit Vertretern der Stadtverwaltung über die Schaffung einer sicheren Querungsmöglichkeit zu sprechen. Foto: sch

„Vorfahrt für Kids! Her mit dem Übergang Havixbecker Straße!“ Plakate mit dieser oder ähnlicher Aufschrift waren am Mittwochnachmittag am Rande der viel befahrenen Verkehrsader zu sehen: Auf Einladung von CDU-Ratsfrau Angela Stähler hatten sich in Höhe der Einmündung Buschkamp etliche Eltern mit ihrem Nachwuchs eingefunden, um einmal mehr auf die „Gefahrenstelle Havixbecker Straße“ aufmerksam zu machen und dort die Einrichtung einer sicheren Überquerungshilfe für Jung und Alt, für Fußgänger und Radfahrer, zu fordern.

Der Anlass, sich zum wiederholten Male für ein gefahrloseres Überqueren der Havixbecker Straße einzusetzen, war traurig: Mitte September hatte ein elfjähriger Junge – wie berichtet – bei einem Unfall im betreffenden Bereich beim Zusammenstoß mit einem Pkw schwere Verletzungen erlitten. Grund genug, sich erneut für die schon seit Jahren von vielen Roxelern geforderte Schaffung einer Querungshilfe im Abschnitt zwischen Buschkamp und Aloysia-Delsen-Weg stark zu machen.

In Roxel, insbesondere im Neubaugebiet Nord, sind viele schutzbedürftige Kinder unter zehn Jahren zu Hause. Ihnen – und natürlich auch Jugendlichen und Erwachsenen – wird laut Petra Steinföhr , Schulpflegschaftsvorsitzende der örtlichen Mariengrundschule und besorgte Mutter, die Verkehrsplanung im Bereich der Havixbecker Straße alles andere als gerecht. Um zur Schule, zur Kita, zum Hallenbad oder zu den örtlichen Sportanlagen zu gelangen, müssen sie die Havixbecker Straße überqueren, was aufgrund des starken Verkehrs mitunter recht gefährlich ist.

„Sowohl im Rahmen der Schulwegsicherung sowie unter anderem auch einer alltagstauglichen Erreichbarkeit der Sportstätten muss hier eine sichere Querungsmöglichkeit geschaffen werden“, meint Petra Steinföhr. Sie kann dabei auf breite Zustimmung zählen. Dies nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass das anliegende Wohnquartier Roxel-Nord in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei, was zu deutlich erhöhten Querungszahlen geführt habe. Viele nähmen notgedrungen sogar Umwege, zum Beispiel über den Alten Gemeindeplatz in Kauf, was allerdings auch dazu führe, dass der Radweg entlang der Havixbecker Straße von Jung und Alt entgegen der Fahrtrichtung, also in „Geisterfahrer-Manier“, genutzt werde.

Beim Ortstermin, an dem laut Petra Steinföhr aufgrund des frühen Nachmittagszeitpunkts nur ein Bruchteil der besorgten Elternschaft teilnehmen konnte, standen Vertreter des städtischen Ordnungsamts sowie des Amts für Mobilität und Tiefbau Rede und Antwort. Auch SPD-Ratsherr Philipp Hagemann, der das Anliegen der Elternschaft ebenso wie Ratskollegin Angela Stähler schon seit Langem unterstützt, war mit von der Partie. Die Verwaltungsvertreter hatten ein offenes Ohr für die Forderung nach einer sicheren Querungshilfe und wollen nach einer Lösung suchen. In diesem Zusammenhang soll zu einem geeigneten Zeitpunkt auch eine neuerliche Verkehrszählung durchgeführt werden, um aktuelle Querungszahlen zu haben.

Dies dürfte notwendig sein, damit an der Havixbecker Straße nach vielen Jahren endlich etwas geschieht. Petra Steinföhr könnte sich vorstellen, dass im betreffenden Abschnitt der stark frequentierten Durchgangsstraße eine Fußgänger-Bedarfsampel installiert oder zumindest im mittigen Fahrbahnbereich eine Verkehrsinsel geschaffen wird. Das hält auch Angela Stähler für eine gute Idee. Die Verwaltung solle prüfen, ob dies machbar sei, meint die Ratsfrau.

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