Stützpunkt in Roxel zieht ein positives Saisonfazit
85 Sportabzeichen abgenommen

Münster-Roxel -

Finale auf der Sportanlage in Roxel: Dieser Donnerstag war der letzte Termin der Saison, um sich die Leistungen für das Sportabzeichen abnehmen zu lassen.

Freitag, 30.10.2020, 17:08 Uhr
Die letzte Abnahmen für das Sportabzeichen mit (v.l.) Johannes Schulze Everding, Timm Gerwin, Susanne Maetzke, Peter Kubitz und Ingrid Kleinschmidt.
Die letzte Abnahmen für das Sportabzeichen mit (v.l.) Johannes Schulze Everding, Timm Gerwin, Susanne Maetzke, Peter Kubitz und Ingrid Kleinschmidt. Foto: Annegret Lingemann

17 Uhr nachmittags. Aus grauen Wolken fällt Nieselregen und es beginnt bereits zu dämmern. „Das ist doch kein schlechtes Wetter“, sagt Susanne Maetzke , die gerade auf der Tartanbahn ihre Runden für ein Laufsportabzeichen gezogen hat. Nicht zu kalt und kein Wind – für Susanne Maetzke ziemlich gute Bedingungen, um sich sportlich zu betätigen.

Auch Tim Gerwin hat sich eingefunden, um sein Pensum im Schleuderball zu absolvieren. Dieser Donnerstag war der letzte Termin der Saison, um sich die Leistungen für das Sportabzeichen abnehmen zu lassen. Ingrid Kleinschmidt und Johannes Schulze Everding – seit vielen Jahren die Stützpunktleiter auf der Roxeler Sportanlage – waren wie immer zuverlässig zur Stelle, stoppten Zeiten, feuerten an und führten ordnungsgemäß Buch über die erbrachten Leistungen. Demnächst werden sie von Peter Kubitz, dem Leiter der Volleyball-Abteilung des BSV, unterstützt.

Die Leiter waren mit der Saison zufrieden. Coronabedingt hatte die diesmal erst am 1. Juni und ohne eine Eröffnungsfeier mit allen Stützpunktleitern begonnen. Es gab keine Verletzungen, und nur einmal fiel das Training wegen Starkregens aus.

Etwa 85 Sportabzeichen konnten die Leiter notieren, fast 20 mehr als im vergangenen Jahr. Sportbegeisterte im Alter zwischen sechs und 82 Jahren haben jeden ersten und dritten Donnerstag auf der Sportanlage an der Tilbecker Straße trainiert.

Allerdings, so räumte Johannes Schulze Everding ein, zählten dazu auch einige Polizeibewerber und Männer der Feuerwehr, für die das regelmäßige Sportabzeichen obligatorisch ist. „Leider hatten wir außer zwei Wiederholern – einem syrischem Geschwisterpaar – diesmal keine Teilnehmer aus den Flüchtlingsunterkünften. Die Verunsicherung wegen Corona war wohl zu groß“, vermutete Schulze Everding. So mache leider derzeit das Virus auch einen Strich durch die Rechnung beim Wintertraining in der Dreifachhalle.

Ganz anders beim Laufen. „Individualsport ist nach wie vor erlaubt“, sagte Susanne Maetzke. „Das ist genau das Richtige für Coronazeiten.“ Die Historikerin und ehemalige Leistungssportlerin ist ehrenamtliche Sporttrainerin und möchte gern mehr Menschen für das Laufen begeistern. „Laufen ist Meditation. Drei Mal in der Woche 30 Minuten laufen ist außerdem die ideale Sportart für Herz und Kreislauf“, sagt sie.

Sie hat Erfahrung mit Laufgruppen und weiß, dass mancher Unerfahrene sich die Anforderung in einer bereits bestehenden Laufgruppe nicht zutraut. Das möchte sie gern ändern und in kleinen Gruppen Menschen der Altersklasse Ü50 und Ü60 mit moderatem Tempo langsam an diesen Sport gewöhnen.

Laufabzeichen der sechs verschiedenen Stufen von 15 Minuten bis Marathon hat sie sich schon beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen besorgt. Wer weiß – vielleicht schnellt im nächsten Jahr die Zahl der Sportabzeichenanwärter, die über das Laufen die Leichtathletik für sich entdeckt haben, in die Höhe.

Weitere Informationen und Kontakt unter der folgenden E-Mail-Adresse: susanne-maetzke@web.de.

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