Weiterer Wechsel in der Pfarrei St. Liudger
Mitte 2021 geht der nächste Seelsorger

Münster-West -

Pastor Cyrus van Vught wird die Großpfarrei St. Liudger nach Angaben des Bistums Mitte 2021 wieder verlassen. Er war erst Ende 2018 gekommen.

Dienstag, 01.12.2020, 22:17 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 19:02 Uhr
Soll Mitte kommenden Jahres die Pfarrei St. Liudger wieder verlassen: Pastor Cyrus van Vught.
Soll Mitte kommenden Jahres die Pfarrei St. Liudger wieder verlassen: Pastor Cyrus van Vught.

Steht die Pfarrei St. Liudger vor schweren Zeiten? Die Ereignisse in der Aaseestadt, wo der Pastor von St. Stephanus gegen den heftigen Widerstand der Gemeinde und dem Vernehmen nach auch gegen seinen Willen versetzt werden soll, werden auch in Roxel, Albachten und Mecklenbeck wahrgenommen und von Pfarrei-Mitgliedern kritisiert. Zumal es kein Geheimnis ist, dass auch aus St. Ludgerus, St. Pantaleon und St. Anna Pfarrei-Angehörige zu den Gottesdiensten in die Aaseestadt fahren. Sogar aus Nienberge sind kritische Stimmen über die Vorgänge in der Nachbarpfarrei zu hören.

Hatten unlängst Pfarrei-Mitglieder aus Albachten und Mecklenbeck – wie berichtet – ihre Sorgen darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Seelsorger von St. Liudger seit einiger Zeit – bedingt durch ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft Emmanuel – häufig nach wenigen Jahren wechseln, wie sich am Beispiel von Pfarrer Dr. Christian Schmitt und in Kürze auch von Pfarrer Dr. Timo Weissenberg zeigt, so müssen sie sich schon bald ein weiteres Mal auf eine Veränderung einstellen: Auch Emmanuel-Mitglied Pastor Cyrus van Vught wird der Pfarrei nach Angaben des Bistums Mitte 2021 wieder den Rücken kehren. Er war erst Ende 2018 gekommen. Welche Geistlichen demnächst in der Großpfarrei in Münsters Westen wirken, steht derzeit offenbar in den Sternen.

Langfristige seelsorgerische Kontinuität durch einen Geistlichen vor Ort, gab und gibt es bislang nur noch in St. Stephanus. Doch das will Bischof Felix Genn offensichtlich ändern, wogegen viele in der wohl lebendigsten und am stärksten besuchten der vier Pfarrei-Gemeinden aufbegehren.

Wenn dann noch im Wochenbrief von St. Liudger und im Protokoll der jüngsten Pfarreiratssitzung Pfarrei-Mitglieder dafür kritisiert werden, dass sie ihre Sorgen öffentlich zum Ausdruck bringen, dann sorgt das bei so manchem, wie derzeit zu erfahren ist, für energischen Widerspruch und Kopfschütteln. Augenscheinlich ist die katholische Großpfarrei tief gespalten.

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