Roxeler Hof gleicht in der Vorweihnachtszeit einem adventlichen Wunderland
Teelichter und jede Menge Kerzen

Münster-Roxel -

Wer in diesen Tagen am Hof Merschieve in der Roxeler Bauerschaft Brock vorbeikommt, der erlebt abends ein beeindruckendes Lichterschauspiel.

Montag, 21.12.2020, 18:36 Uhr
Eine verzaubernde Lichterwelt ist in der Vorweihnachtszeit auf dem Roxeler Hof Merschieve zu finden. Viele, die dort vorbeikommen, sind von der Szenerie begeistert.
Eine verzaubernde Lichterwelt ist in der Vorweihnachtszeit auf dem Roxeler Hof Merschieve zu finden. Viele, die dort vorbeikommen, sind von der Szenerie begeistert. Foto: ann

Glitzernde Sterne, leuchtende Rentiere, Schlitten oder Engel sowie in allerlei Farben blinkende Girlanden in Gärten und auf Balkonen – ein solcher Anblick ist in der Stadt zur Adventszeit keine Seltenheit. Wenn man aber bei einbrechender Dämmerung über die Feldwege und durch die Gehölze der Bauerschaft Brock geht, dann ist es dort vor allem eins: nämlich dunkel. Es sei denn, man wandert am Hof der Familie Merschieve vorbei.

Zwischen 16 und 18 Uhr konnte man dort an den Adventssamstagen und -sonntagen ein wahres Wunderland von adventlicher Stimmung erblicken: Es ranken dezente Lichterketten über Zäune und Hauseingänge, und es leuchtet ein Tannenbaum im Hof. Außerdem schimmern in verschiedenfarbigen Gläsern über 150 echte Teelichter, und mehr als 50 dicke Kerzen verbreiten ein warmes Licht.

Allein zum Anzünden aller Kerzen brauche sie gemeinsam mit ihrem Mann rund eine Stunde, sagt Maren Merschieve. Seit etwa acht Jahren pflegen die beiden dieses Ritual für sich und für ihre Nachbarn und Freunde; oft gibt es dann auch einen Glühwein. „Alle sind immer so gestresst in der Adventszeit“, sagt Maren Merschieve. „Wir wollen etwas dagegen setzen, etwas Ruhe vermitteln und eine besinnliche Atmosphäre schaffen. Das machen wir seit einigen Jahren.“

Der ehemalige Hundezwinger wurde in einem urgemütlichen überdachten coronatauglichen Sitzplatz umgewandelt, mit Kissen und Polstern ganz ohne Heizpilz oder Wärmereflektoren. Auch die 87-jährige Mutter sitzt dort oft und gern. „Es hat in der Tagespflege allerdings zu einigen Irritationen geführt, als sie dort erzählte, sie säße daheim im Hundezwinger“, so Franz-Josef Merschieve. Er ist als Maschinenbauer viel in der Welt herumgekommen und schätzt die Ruhe und warme Atmosphäre des elterlichen Hofes, gerade auch während des derzeitigen neuerlichen Corona-Lockdowns.

Seine Ehefrau Maren ist Pädagogin und Sozialtherapeutin. Sie nutzt als Outdoor-Trainerin ihre besondere Wohnlage für Weiterbildungsseminare, denn das Agieren in der Natur helfe den Teilnehmern unter anderem Kommunikationsprozesse zu analysieren und lasse sie Teamwork als eine Notwendigkeit erkennen.

Darüber hinaus ist Maren Merschieve auch Künstlerin, wenngleich sie sich selbst eher als Handwerkerin versteht. Mehrere schöne Stelen aus Holz, einige davon in der Gestaltung saisonal veränderbar, hat sie schon geschaffen und verkauft. „Ein zweites Standbein, weil während des Lockdowns ja keine Seminare möglich sind. Außerdem macht das Arbeiten mit Holz ganz viel Spaß“, sagt sie, räumt zugleich aber ein: „Leider trenne ich mich von meinen ,Kindern‘ immer so schwer!“

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