Roxeler Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr erhält ein neues Gerätehaus
Inbetriebnahme erst im Sommer

Münster-Roxel -

Der ursprünglich vorgesehene Zeitplan konnte nicht eingehalten werden, gleichwohl können sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Roxel wohl schon Mitte dieses Jahres auf den Einzug in ein modernes Gerätehaus freuen.

Dienstag, 12.01.2021, 20:45 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 20:50 Uhr
Es geht voran: An der Tilbecker Straße entsteht derzeit die moderne neue Heimstätte für Roxels Freiwillige Feuerwehr.
Es geht voran: An der Tilbecker Straße entsteht derzeit die moderne neue Heimstätte für Roxels Freiwillige Feuerwehr. Foto: sch

Wäre alles nach Plan verlaufen, dann würde die Inbetriebnahme bereits im März dieses Jahres erfolgen: Der Bau des neuen Feuerwehrhauses an der Tilbecker Straße ist trotz Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten vorangeschritten – allerdings nicht in dem Tempo, das zur Einhaltung des gesteckten Fahrplans notwendig gewesen wäre. Und so geht Löschzugführer Christian Kortmann davon aus, dass Roxels Feuerwehr wohl erst „im Juli oder August“ ins neue Domizil einziehen wird. Was die Freude allerdings kaum schmälert.

„Wir sind froh, dass gebaut wird“, unterstreicht Kortmann. Schließlich werden langersehnte Fakten geschaffen. Während der Löschzug im benachbarten Albachten nach wie vor von einem neuen Gerätehaus träumt, wird die Roxeler Feuerwehr schon bald von ihrer nicht mehr zeitgemäßen Heimstätte am Thieplatz in einen modernen Neubau an die Tilbecker Straße in der unmittelbaren Nachbarschaft von Schulzentrum, Sportgelände, Hallenbad und Friedhof umziehen können.

Begonnen mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses wurde auf einem rund 3500 Quadratmeter großen städtischem Grundstück Anfang Februar vergangenen Jahres. Veranschlagt werden die Baukosten vom Amt für Immobilienmanagement mit knapp drei Millionen Euro. „Grünes Licht“ für das Neubauprojekt wurde vom Rat der Stadt Münster bereits Anfang Juli 2019 gegeben.

Wer derzeit an der Baustelle vorbeikommt, dem fallen immer wieder Handwerker-Fahrzeuge auf. Im und am Neubau geht es mit den Arbeiten offenbar kontinuierlich voran. Der Neubau mit seiner Bruttogeschossfläche von 1080 Quadratmetern besteht aus einer Fahrzeughalle, in der es vier Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge des Löschzugs gibt. Enthalten sind Umkleideräume, Büros, eine Versorgungsküche für den Katastrophenfall und im Obergeschoss auch eine Wohnung für den Gerätewart.

Direkt angebunden wird das neue Feuerwehrhaus an die Tilbecker Straße. Um möglichen künftigen Herausforderungen in einem beständig wachsenden münsterischen Ortsteil gewappnet zu sein, wurde die Immobilie so platziert, dass es an der Westseite genügend Raum für einen Erweiterungsanbau gibt. Dort könnte bei Bedarf eine Halle für ein fünftes Fahrzeug entstehen. An der Ostseite des Neubaus sollen zudem 28 Pkw-Stellplätze, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie ein Fußweg zum Gebäude angelegt werden.

War laut Christian Kortmann eigentlich schon im Herbst vergangenen Jahres vorgesehen, dass sich die Roxeler Garten- und Landschaftsbaufirma Ahrens um die Gestaltung der Außenanlagen kümmern sollte, so ließ sich dieser Termin nicht halten. Abhängig vom Wetter, so heißt es seitens der Firma, werde es aber „Ende Januar, Anfang Februar“ losgehen können.

Gut möglich, dass die leicht verspätete Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses im Sommer für Christian Kortmann und seine Mannen von Vorteil sein könnte. Wäre die Corona-Pandemie bis dahin effektiv eingedämmt, so könnte die Einweihung des neuen Domizils möglicherweise im angemessenen Rahmen durchgeführt werden. Derzeit wäre das kaum möglich. Und so verwundert es nicht, dass der Löschzug die jüngst anstehende Jahresversammlung ausfallen ließ. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Beförderungen und Mitgliederehrungen seien derzeit schlichtweg nicht machbar gewesen, sagt Kortmann.

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