Chef des Wasser- und Bodenverbands kann sich Wanderweg an der Aa gut vorstellen
„Aus meiner Sicht spricht wenig dagegen“

Münster-West -

Demnächst im Aatal spazieren gehen? Das könnte möglich werden, wenn sich ein von der SPD in Münsters Westen angeregter neuer Wanderweg entlang der Aa verwirklichen lässt.

Donnerstag, 14.01.2021, 23:10 Uhr
Geht es nach den Vorstellungen der SPD in Münsters Westen, dann soll am Rande der Münsterschen Aa demnächst ein Wanderweg angelegt werden.
Geht es nach den Vorstellungen der SPD in Münsters Westen, dann soll am Rande der Münsterschen Aa demnächst ein Wanderweg angelegt werden. Foto: sch

Sollte es überhaupt etwas halbwegs Tolerables geben, das man mit der Corona-Pandemie verbinden kann, dann ist es wohl die Tatsache, dass sie zu einem Wanderboom in heimischen Gefilden geführt hat: Jung und Alt ziehen vermehrt die Wanderschuhe an, um an der frischen Luft Gutes für die Gesundheit zu tun. Und so verwundert es nicht, dass sich die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West – wie berichtet – für einen Wanderweg entlang der Münsterschen Aa vom Aasee bis zur Burg Hülshoff starkmacht. Doch lässt sich das umsetzen?

„Aus meiner Sicht spricht wenig dagegen“, sagt Karl-Josef Stertmann auf Anfrage unserer Zeitung. Der Nienberger ist Vorsteher des Wasser- und Bodenverbands IV Havixbeck-Roxel, zu dessen Aufgaben es gehört, im 75 Quadratkilometer umfassenden Verbandsgebiet die Gewässer, zu denen auch die Münstersche Aa zählt, zu unterhalten. Einen Wanderweg, wie von den Sozialdemokraten in Münsters Westen angeregt werde, könne er sich als Bürger durchaus vorstellen, unterstreicht Stertmann. Idealerweise allerdings als Naturweg – sprich keineswegs als asphaltiertes Pättken.

Sichergestellt werden müsse jedoch, dass ein solcher Weg am Rande der Münsterschen Aa es zulasse, die Gewässerunterhaltung auch weiterhin uneingeschränkt durchführen zu können: „Wir müssen da mit schwerem Gerät rankönnen.“

Darüber hinaus werde natürlich die Verwaltung gefordert, schließlich müsse mit den Besitzern der benötigten Flächen verhandelt werden. Möglicherweise gebe es unter ihnen kritische Stimmen. Positiv für die Realisierung eines Wanderweg-Projekts könne allerdings die Tatsache sein, dass sich zirka zwei Drittel der benötigten Flächen im Abschnitt von Haus Kump bis zur Hülshoffstraße im Besitz der Stadt Münster befänden, so der Chef des Wasser- und Bodenverbands.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7766892?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F142%2F
Nachrichten-Ticker