Protest gegen Eindampfen der Busverbindung nach Sprakel
Sprakeler kämpfen für Buslinie

Münster-Sprakel -

Ursula Große Rüschkamp und Silvia Walla übergaben Oberbürgermeister Markus Lewe eine Unterschriftenliste, in der 1204 Bürger ihren Protest gegen den Entwurf des neuen Nahverkehrsplans für 2015 kundtun.

Dienstag, 20.05.2014, 11:05 Uhr

Ursula Große Rüschkamp (l.) und Silvia Walla übergaben Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) eine Liste mit 1204 Unterschriften gegen eine Ausdünnung der Sprakeler Busverbindung. Ratsherr Ludger Janning (Mitte) und Kandidat Olaf Bloch begrüßten die Initiative der Bürger.
Ursula Große Rüschkamp (l.) und Silvia Walla übergaben Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) eine Liste mit 1204 Unterschriften gegen eine Ausdünnung der Sprakeler Busverbindung. Ratsherr Ludger Janning (Mitte) und Kandidat Olaf Bloch begrüßten die Initiative der Bürger. Foto: mfe

Sprakel ist ein Teil von Münster, der lebenswertesten Stadt, und sollte auch durch den Nahverkehr mit ihr gut verbunden bleiben“, sagte Silvia Walla beim CDU-Familienfest in Sprakel. Gemeinsam mit Ursula Große Rüschkamp übergab sie Oberbürgermeister Markus Lewe eine Unterschriftenliste, in der 1204 Bürger ihren Protest gegen den Entwurf des neuen Nahverkehrsplans für 2015 kundtun.

„Wir wollen nicht, dass in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und nach 17 Uhr kein Bus mehr von Sprakel nach Kinderhaus und zurück fährt“, betonte Ursula Große Rüschkamp, die in Sprakel in der Seniorenarbeit tätig ist, und die Unterschriftenaktion initiiert hatte.

„Vor allem für Menschen, die nicht motorisiert sind, sind die geplanten Änderungen eine Katastrophe“, betonte sie. Ob Arztbesuche oder Behördengänge, vieles werde in Kinderhaus erledigt, erklärte Ursula Große Rüschkamp weiter. Die Bahn sei vor allem für ältere Menschen keine Alternative zum Bus. Nicht nur, weil damit Kinderhaus nicht zu erreichen sei. Menschen, die auf einen Rollator angewiesen oder mit einem Kinderwagen unterwegs seien, benötigten beim Einsteigen auf jeden Fall Hilfe. Außerdem sei der Bahnsteig fußläufig für die meisten Bürger nicht so schnell zu erreichen.

Sprakel sei ein wachsender Stadtteil, erklärte Silvia Walla, die Einwohner seien auf gute und regelmäßige Busverbindungen angewiesen.

Das sieht auch der CDU-Ratskandidat Olaf Bloch so. Seine Partei hatte im März bereits einen Antrag in der Bezirkvertretung Nord gestellt, in der die ersatzlose Streichung der Angebotsanpassung Kinderhaus-Sprakel gefordert wurde. Bloch weist zudem auch darauf hin, dass die Stadt Flüchtlinge in Sprakel unterbringen will. Auch diese Menschen seien auf eine gute Nahverkehrversorgung nach Kinderhaus angewiesen. Für November sei eine Bürgerversammlung zum Nahverkehrsplan geplant.

Ein Vater erklärte Lewe, dass seine Kinder auch für den Weg von der weiterführenden Schule nach Hause den Bus benutzten und am Nachmittag auch einmal nach 17 Uhr zurückkommen müssten.

Eine ältere Frau sagte, dass aus ihrer Sicht durchaus Einsparungen möglich seien: „Die meisten wären zufrieden, wenn der Bus den ganzen Tag über zumindest einmal in der Stunde fährt.“ „Wir sind der Meinung, dass die Busverbindung so attraktiv gestaltet werden sollte, dass mehr Sprakeler den Bus nutzen und das Auto stehen lassen“, heißt es in einem Begleitschreiben, das Ursula Große Rüschkamp der Unterschriftenliste beigelegt hatte.

Lewe freute sich über den Einsatz und auch über die Anregungen. Das sei gelebtes Engagement und typisch für Sprakel. Eine Frau habe ihm gesagt, dass sie bereits ihr Theater-Abo gekündigt habe, weil der Bus nicht mehr fahren soll. „Soweit soll es nicht kommen.“ Der Oberbürgermeister versprach, dass er die Anregungen ernst nehmen und sich persönlich um das Problem kümmern werde.

Die geplanten Änderungen sind eine Katastrophe.

Ursula Große Rüschkamp
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