Heimat- und Erntefest in Sprakel
Wissenswertes für Erdapfel-Fans

Münster-Sprakel -

Auf dem Heimathof in Sprakel kamen die Kartoffelfreunde auf ihre Kosten: Beim bunten Erntefest gab es allerlei Informationen rund um die beliebte Knolle – und natürlich auch leckere Reibeplätzchen.

Sonntag, 04.09.2016, 19:09 Uhr

Wie in früheren Zeiten: Die Aktiven des Heimatvereins (v.l.) sortierten fleißig die Kartoffeln: Karsten Bölling, Detmar Buckebrede, Vorsitzender Alfred Bölling, Elmar Lange und Josef Asselmann.
Wie in früheren Zeiten: Die Aktiven des Heimatvereins (v.l.) sortierten fleißig die Kartoffeln: Karsten Bölling, Detmar Buckebrede, Vorsitzender Alfred Bölling, Elmar Lange und Josef Asselmann. Foto: sn

Früher wollten alle Schüler bei der Kartoffel-Ernte helfen. Die Bauern seien eigens dafür in die Schulen gekommen. Für die Mithilfe auf dem Acker habe es dann nicht zuletzt auch ein schmackhaftes Schinken-Butterbrot als Belohnung gegeben. Alfred Bölling , der Vorsitzende des Heimatvereins Sandrup-Sprakel-Coerde wusste beim großen Heimat- und Erntefest allerlei über die Knolle zu berichten.

Natürlich, alle warteten darauf, dass Bölling und Kollege Josef Asselmann mit ihren historischen Traktoren auf den Heimathof gefahren kamen. Gleichmäßiges Knattern der alten Motoren deutete es an: Sie waren schon auf dem Weg. Mit dabei auf so genannten „Stürzkarren“: eine Riesenmenge an Kartoffeln, die Helmut Greiwing gespendet hatte. Und viele Mitglieder, vor allem Kinder, ließen es sich nicht nehmen, auf den Traktoren mitzufahren. Auch Ruth Betz , die ehemalige Vorsitzende des Stadtheimatbundes, war mit dabei.

Eingespieltes Ritual ist ebenfalls, dass der große Erntekranz, den die Frauen des Heimatvereins geflochten haben, am Backhaus hochgezogen und dort befestigt wird. Dann machten sich die Aktiven schon daran, die Kartoffeln in die einzelnen Sortiermaschinen zu füllen. „Wir machen alles in Handbetrieb“, erläuterte Alfred Bölling. Dabei war natürlich kein Motorengeräusch zu hören.

Wer noch mehr über die Knolle wissen wollte, die einst Friedrich der Große zunächst in Preußen anbauen ließ, der war bei Prof. Elmar Lange genau richtig. Denn der hatte ein Info-Blatt erstellt, das er jedem Erdapfel-Fan mit in die Hand gab.

„Die Kartoffel ist ein kalorienarmes Kraftpaket“ steht dort etwa. Und noch vor Ort konnten die Sprakeler die verschiedensten Zubereitungsformen genießen. „Wir verkaufen heute Reibeplätzchen“, sagte etwa Brigitte Lippmann von den Landfrauen Sprakel-Coerde-Sandrup. 1,5 Zentner geriebene Kartoffeln kämen dabei zum Einsatz. Das seien also 75 Kilogramm.

Verschiedenste Aktionen rund um die Erdfrucht gab es ebenso, etwa den „Kartoffeldruck“, der fortan Schirmmützen und Taschen verschönerte. Und schließlich gab es auch musikalische Attraktionen, so etwa von den „Kinderbachtalern“ oder der Akkordeon-Gruppe des Heimathauses.

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