Denkmaltage
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Münster-Sprakel -

Am Tag des offenen Denkmals, am 11. September, stellt der Heimatverein Sandrup-Sprakel-Coerde die Geschichte des Bildstocks an der Aa vor. Der Bildstock von 1750 befindet sich heute auf dem Heimathof.

Freitag, 09.09.2016, 18:09 Uhr

Um 1750 entstand dieser Bildstock, der einst an der Coermühle stand und sich heute auf dem Heimathof in Sandrup findet.Alfred Bölling (l.) und Josef Asselmann vom Vorstand freuen sich über das alte Schätzchen, dessen Geschichte am Tag des offenen Denkmals vorgestellt wird. Ebenso wie die Geschichte des neuen Bildstocks (kl. Bild), der heute an der Aa steht.
Um 1750 entstand dieser Bildstock, der einst an der Coermühle stand und sich heute auf dem Heimathof in Sandrup findet.Alfred Bölling (l.) und Josef Asselmann vom Vorstand freuen sich über das alte Schätzchen, dessen Geschichte am Tag des offenen Denkmals vorgestellt wird. Ebenso wie die Geschichte des neuen Bildstocks (kl. Bild), der heute an der Aa steht. Foto: kaj

Der Heimatverein Sandrup-Sprakel-Coerde spannt in seinem Beitrag zum Tag des offenen Denkmals den Bogen vom Heimathof am Max-Klemens-Kanal aus dem Jahr 1671 zur Aa an der Coermühle um 1750.

Im 18. Jahrhundert ist jener Bildstock entstanden, der früher neben der Coermühle an der Aa stand, die in der Zeit des Zweiten Weltkriegs immer mehr verfiel und schließlich am 10. Juni 1947 zusammenbrach.

Der alte Bildstock blieb, aber verwitterte immer mehr. Der Heimatverein entschloss sich 2004, den Tabernakelaufsatz des Bildstocks in Sandstein zu rekonstruieren und beauftragte den Bildhauer Stefan Rosendahl mit der Realisierung des Projekts in Höhe von 10 800 Euro. Die Bezirksvertretung steuerte 1000 Euro bei.

Es stellte sich aber heraus, dass der Unterbau des Bildstocks marode war und das neue Werk nicht getragen hätte. Also musste er ebenfalls neu gefertigt werden – samt Inschrift. Auf diese Finanzierungslücke von 3000 Euro war der Heimatverein nicht vorbereitet. Aber der Vorsitzen Alfred Bölling hatte eine Idee: Er verkaufte die Buchstaben der Inschrift einzeln. Den Anfang machte übrigens Pfarrer Egbert Reers, wie Bölling berichtete. Er habe spontan sein Portemonnaie gezückt, als er von der Misere hörte. Bölling gelang es, alle 145 Buchstaben im Schnitt für 20 Euro zu verkaufen. Der Bildstock konnte am 21. Mai 2005 an seinem idyllischen Standort an der Aa aufgestellt und eingeweiht werden.

Den alten Bildstock von 1750 nahmen die Heimatfreunde mit nach Sandrup. Dort ist er bis heute zu besichtigen. Auch am Sonntag, am Tag des offenen Denkmals. Vorstandsmitglied Dr. Elmar Lange hat alle Details des Projekts in Band 6 der Heimatblätter festgehalten und informiert von 11 bis 13 Uhr am Heimathof, Am Max-Klemens-Kanal 141 h, interessierte Besucher.

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