Haltestelle Haselstiege
Weg zur Haltestelle soll sicherer werden

Münster-Sprakel -

Die vielbefahrene Bundesstraße 219 müssen Sprakeler Schüler, die in Greven zur Schule gehen, jeden Morgen überqueren, um zur Bushaltestelle Haselstiege zu gelangen. Sie liegt auf der östlichen Seite der B 219. Das Wartehäuschen ist nicht beleuchtet. Ebenso wenig wie der Kreuzungsbereich.

Mittwoch, 21.12.2016, 22:12 Uhr

Die Haltestelle Haselstiege wird von Sprakeler Kindern und Jugendlichen genutzt, die in Greven zur Schule gehen. Sie müssen morgens im Dunkeln über die Bundesstraße zur dunklen Haltestelle gehen – über die noch ungesicherte Rechtsabbiegespur.
Die Haltestelle Haselstiege wird von Sprakeler Kindern und Jugendlichen genutzt, die in Greven zur Schule gehen. Sie müssen morgens im Dunkeln über die Bundesstraße zur dunklen Haltestelle gehen – über die noch ungesicherte Rechtsabbiegespur. Foto: kaj

Die vielbefahrene Bundesstraße 219 müssen Sprakeler Schüler, die in Greven zur Schule gehen, jeden Morgen überqueren, um zur Bushaltestelle Haselstiege zu gelangen. Sie liegt auf der östlichen Seite der B 219. Das Wartehäuschen ist nicht beleuchtet. Ebenso wenig wie der Kreuzungsbereich, über den der Weg aus dem Dorf zur Haltestelle führt.

Morgens reiht sich im Berufsverkehr Richtung Münster ein Auto an das nächste. Genau zu dieser Zeit müssen die Sprakeler Kinder und Jugendlichen im Dunkeln über die Bundesstraße. Es gibt die Möglichkeit für Fußgänger, an der Ampel per Druckknopf Grün anzufordern. Sieben bis acht Sekunden haben die Kinder dann Grün und Zeit, die breite Fahrbahn zu überqueren. Sie sind noch nicht drüben, dann ist schon wieder Rot. Ruckzuck.

Und zuvor müssen sie – auch im Dunkeln – über die Rechtsabbiegespur, die von der B 219 nach Sprakel hin­ein führt. Eine gefährliche Stelle, meint der Sprakeler Konrad Vierhaus . Denn einen Hinweis für die Autofahrer aus Richtung Greven auf Fußgänger, die in der Kurve des Rechtsabbiegers unterwegs sein können, gab es bislang nicht.

Seit der Schülerspezialverkehr nach Greven für die Schüler aus Sprakel entfallen sei und zudem der neue Fahrplan gelte, müssten die Kinder normale Busse nutzen. Zum Beispiel die Haltestelle Haselstiege.

Konrad Vierhaus kennt die Probleme der Kinder und die Sorgen der Eltern aus seinem direkten Umfeld. „Ich habe mir das angeschaut und ein bisschen nachgedacht“, sagt er. Dann wandte er sich Mitte November an die Stadt. Sein Hinweis auf die gefährliche Situation wurde an mehreren Stellen beraten, der Landesbetrieb Straßen NRW wurde eingeschaltet. Zudem habe es einen Ortstermin auch mit der Polizei gegeben, berichtete Werner Schulik von der Straßenverkehrsbehörde des Ordnungsamts. Die Haltestelle (auch deren Beleuchtung) war vorigen Freitag ein Thema der Arbeitsgruppe Verkehrsfragen.

Vierhaus hat einiges in Bewegung gesetzt. Der Landesbetrieb Straßen wird die Rechtsabbiegespur signalisieren, also eine Ampel in­stallieren. Das werde – je nach Witterung – Ende Januar, Anfang Februar passieren, sagte am Mittwoch Igor Grenz von Straßen NRW. In diesem Kontext werde man über die Grünphasen der gesamten Kreuzung mit der Stadt Münster sprechen. Eine Beleuchtung der Kreuzung sei nicht vorgesehen, da sie außerorts liege. Für die Beleuchtung von Wartehallen sei wiederum die Stadt Münster zuständig.

Was die Wartehallenbeleuchtung anbelange, sei vorgesehen, dass die Stadtwerke mit dem Landesbetrieb klärten, ob Strom aus der Ampelanlage zum Wartehäuschen geführt werden könne, sagte Schulik.

Für den Übergangszeitraum, bis es eine Ampel für die Fußgänger auf der Rechtsabbiegespur gebe, hat Schulik für den in Richtung Sprakel abbiegenden Rechtsabbieger ein Gefahrzeichen als Hinweis auf die querenden Fußgänger angeordnet. Dieses Schild ist bereits aufgestellt worden.

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