Sprakel und der Nahverkehr
Flyer mit Fahrplan für Sprakel

Münster-Sprakel -

Die Busverbindungen von Sprakel nach Kinderhaus und in die Innenstadt sind schon länger Thema.

Mittwoch, 20.09.2017, 21:09 Uhr

Der Busverkehr von und nach Sprakel ist in der Diskussion. Es gibt etliche Ideen und Anregungen
Der Busverkehr von und nach Sprakel ist in der Diskussion. Es gibt etliche Ideen und Anregungen Foto: kaj

Die Busverbindungen von Sprakel nach Kinderhaus und in die Innenstadt beschäftigen die Sprakeler schon längere Zeit.

Anfang September hatten Heiko Philippski und Marc Weßeling von der Initiative „Mach mit, Münster!“ eine Anregung nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung zum Busverkehr in Sprakel an Bürgermeisterin Karin Reismann überreicht. 500 Bürger hatten die Anregung, die zuvor in Sprakeler Geschäften auslag, unterschrieben. Ihr Inhalt: Alle Busse der Linie 9, die nach Kinderhaus fahren, sollen anschließend nach Sprakel weiterfahren.

In ihrer September-Sitzung hat die Bezirksvertretung Nord jetzt auf Antrag der CDU einstimmig beschlossen, die Stadtwerke zu bitten, eine Veranstaltung zum öffentlichen Personennahverkehr im Zusammenhang mit dem dritten Nahverkehrsplan in Sprakel durchzuführen.

Auch SPD-Ratsherr Michael Kleyboldt hat sich erneut mit der Verkehrssituation in Sprakel beschäftigt. Er hat die Fahrpläne der Linien 9, 19 sowie von Regionalbahn und Regiobus von 5 bis 22 Uhr unter die Lupe genommen.

Sein Fazit: „Das ÖPNV-Angebot in Sprakel ist in ,mageren Zeiten‘ gemessen an der eher schwachen Besiedlung gar nicht schlecht. Zum Beispiel fahren je ein Bus auf der Stadtbuslinie 19 und der Regionalbuslinie R51, zuzüglich in der Regel zwei Zugabfahrten RB65 ab Sprakel Richtung Hauptbahnhof Münster.“ In der Zeit von 6 bis 9 Uhr würden 18 Abfahrten Richtung Münster-Innenstadt und Kinderhaus angeboten.

Kleyboldt hat auch mit den Stadtwerken Kontakt aufgenommen: „Die Stadtwerke Münster werden auf meine Anregung hin zum nächsten Fahrplanwechsel ab dem 8. Januar 2018 für Sprakel einen neu zu entwickelnden Stadtteilfahrplan realisieren.“

In diesem Stadtteilfahrplan solle das Bus- und Bahnangebot für die Sprakeler Bürger und Bürgerinnen übersichtlich dargestellt werden. Eventuell wollen die Stadtwerke das Pilotprojekt Flyer auch auf andere Stadtteile übertragen, heißt es.

Die Stadtwerke überprüften nochmals die Verspätungs- und Anschlussproblematik in ihrem Betriebsleitsystem im Detail und entwickelten nach Möglichkeit Einzelfall-Lösungen, heißt es weiter.

Passieren müsse auch etwas an der Haltestelle Schulzen­trum in Kinderhaus, meint Michael Kleyboldt. Oft höre er, dass Sprakeler zum Beispiel nach Arztterminen länger auf den nächsten Bus warten müssten: „Insbesondere im Herbst und Winter müssen die Menschen eine Möglichkeit haben, wind- und wettergeschützt auf den Bus zu warten“, sagt der Ratsherr.

Und dann bringt Michael Kleyboldt noch eine ungewöhnliche Idee ins Spiel: eine Mitfahrerbank. Dafür werden Sitzbänke aufgestellt: „Bürgerinnen und Bürger, die mobil sein möchten, setzen sich auf diese Bank und warten, dass ein Autofahrer – häufig ein bekanntes Gesicht – sie mit seinem Fahrzeug zu einem definierten Ziel bringt, etwa Kinderhaus.“

In kleinen Dörfern in der Eifel ist das schon Realität. In der Eifel gibt es dafür an der Sitzbank einen Mast mit Schildern, auf denen die gewünschte Richtung, vermerkt ist.

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