Intelligente Trafostationen
Stabile Spannung trotz schwankender Einspeisung

Münster-Sprakel -

Damit die Spannung im Netz trotz schwankender Einspeisung stabil bleibt, geht die münstersche Netzgesellschaft neue Wege im Netzausbau: „Anstatt ganz klassisch nur neue Stromkabel zu verlegen, machen wir das Netz mit neuer Technik intelligenter“, erklärt Andreas Wunderer, Geschäftsführer von Münsternetz.

Mittwoch, 19.09.2018, 18:10 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 18:10 Uhr
Wo wie in Sprakel viel erneuerbare Energie in das Stromnetz fließt, sorgen intelligente Trafostationen für Stabilität im Netz.
Wo wie in Sprakel viel erneuerbare Energie in das Stromnetz fließt, sorgen intelligente Trafostationen für Stabilität im Netz. Foto: Stadtwerke

Fast 2800 Anlagen unterschiedlicher Betreiber produzieren in Münster Energie aus Sonne und Wind. Das Problem: Die wind- oder sonnenreichen Stunden sorgen für Schwankungen im Netz. Damit die grüne Energie zuverlässig in die Haushalte transportiert werden kann, setzt die Firma Münsternetz auf das sogenannte intelligente Stromnetz, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Diese intelligenten Stromnetze werden auch als „Smart-Grids“ bezeichnet.

Neuester Baustein für das smarte Stromnetz sind drei regelbare Trafostationen in Sprakel, die selbstständig die optimale Spannung halten und automatisch auf Schwankungen reagieren, so die Stadtwerke.

Sprakel eigne sich besonders gut. Insgesamt 263 Anlagen mit insgesamt mehr als 7000 Kilowatt Leistung produzieren laut Mitteilung der Stadtwerke in Sprakel grünen Strom. Weil die Wege zwischen Anlagen und Trafostation häufig lang sind, sei die intelligente Trafostation eine Alternative zum Bau zusätzlicher langer Leitungen: „Der Einsatz von intelligenten Trafostationen ist nicht nur eine innovative, sondern auch die wirtschaftlichste Lösung für die Versorgungssicherheit“, erklärt Andreas Wunderer. Die Stationen lieferten zudem detaillierte Protokolle über den Spannungsverlauf.

Diese Daten helfen bei der Netzplanung, so die Stadtwerke. Sie machten deutlich, wo das Netz an Belastungsgrenzen stoße und Maßnahmen ergriffen werden müssten. Schon seit einigen Jahren rüste Münsternetz das Stromnetz mit Trafostationen in unterschiedlichen Smart-Grid-Stufen aus, heißt es.

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