Lebendige Stadtteilkultur
Münsters Norden steht gut da

Münster-Nord -

Die Kulturverwaltung hat die Stadtteilkultur unter die Lupe genommen. Münsters Norden schneidet gut ab.

Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 19:00 Uhr
Jede Menge Kultur in Münsters Norden: In puncto Kindertheater hat sich die Coerder Meerwiese in Münster und darüber hinaus einen Namen gemacht.
Jede Menge Kultur in Münsters Norden: In puncto Kindertheater hat sich die Coerder Meerwiese in Münster und darüber hinaus einen Namen gemacht. Foto: Michael Hörnschemeyer

Die Kulturverwaltung hat die Stadtteilkultur unter die Lupe genommen und einen Bericht erarbeitet, der den Bezirksvertretungen im November vorgestellt wird. Der Kulturausschuss hatte im November 2017 um einen Lagebericht gebeten.

Fazit: Münsters Norden steht gut da. Ein Beispiel. Die Kulturverwaltung prüft gerade, wie ein Pilotprojekt „Kindertheater“ entwickelt, geschaffen und in die Stadtteile getragen werden kann.

Genau das gibt es aber bereits seit 15 Jahren in der Coerder Meerwiese, auch das Theater für die Allerkleinsten. Die Meerwiese hat sich zudem als Spielstätte für Kindertheater in Münster und darüber hin­aus etabliert. Jüngstes Beispiel ist das nordrhein-westfälische Kinder- und Jugendtheater-Festival „Spielarten“ mit elf Stücken, das Ende September in der Meerwiese eröffnet wurde.

Die Meerwiese hat im Übrigen seit über 15 Jahren einen Kindertheaterclub, seit mehr als zehn Jahren gibt es auch das Mehrgenerationentheater mit Akteuren zwischen 16 und 70 Jahren. Hinzu kommen Kooperationen mit den Schulen im Stadtteil: etwa mit der Hauptschule Coerde und der Norbert-Grundschule.

Als profilbildende und identitätsstiftende Veranstaltungen im Stadtbezirk Nord werden das Ausstellungsformat „Kunst am Rand“ in Kinderhaus und die Kindertheaterreihe „Winterpunsch“ im Begegnungszentrum Meerwiese im Bericht der Kulturverwaltung hervorgehoben.

„In Münsters Norden leben überdurchschnittlich viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Mit einem Bevölkerungsanteil mit Migrationsvorgeschichte von 52,2 Prozent in Coerde sowie 39,9 Prozent in Kinderhaus sind beide Stadtteile besonders ,bunt‘ und interkulturell geprägt“, so die Kulturverwaltung weiter. Mit den kommunalen Einrichtungen „Begegnungszentrum Meerwiese“ in Coerde sowie dem Kap.8 und dem Wuddi im Kinderhauser Bürgerhaus verfügten beide Stadtteile „über hoch frequentierte und stark ausgelastete Orte der Begegnung, Bildung und Kultur für eine Vielzahl von Vereinen, Initiativen und Kulturinteressierten“, heißt es. Die Einrichtungen würden jeweils im Dialog mit der Bevölkerung und zentralen Partnern weiterentwickelt und seien wichtige Netzwerkpartner.

Eine vergleichbar „bunte“ Bevölkerungsstruktur, impulsgebende Infra­struktur sowie kulturelle Akteursdichte scheine es im Stadtteil Sprakel nicht zu geben, so der Bericht der Kulturverwaltung weiter.

Die Verwaltung zieht das Fazit: „Konkret benannte Bedarfe bestehen in Münsters Norden neben den fehlenden Gastronomieangeboten insbesondere in den zusätzlichen (Frei-)Räumen für Begegnung und kulturelle Nutzungen vor allem im Abendbereich.“

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