Bezirksvertretung Münster-Nord: Hakenes will nicht nachrücken
Erst Blumen, dann „Treppenwitz“

MÜNSTER-NORD -

Es gab eine Gedenkminute, einen Blumenstrauß und viele überraschte Gesichter bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Nord.

Donnerstag, 24.01.2019, 05:30 Uhr
Marianne Hopmann, neue Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Münster-Nord, wurde von Olaf Bloch, Vorsitzender der CDU-Fraktion, mit einem Blumenstrauß im neuen Amt begrüßt.
Marianne Hopmann, neue Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Münster-Nord, wurde von Olaf Bloch, Vorsitzender der CDU-Fraktion, mit einem Blumenstrauß im neuen Amt begrüßt. Foto: jans

„Da fehlt ein Mensch, den ich sehr vermisse“, betonte Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink ( SPD ), als er bei der Eröffnung der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Münster-Nord im Bürgerhaus Kinderhaus in die Runde der Ortspolitiker blickte.

Mit einer Schweigeminute würdigten die Bezirksvertreter anschließend den am 17. Dezember 2018 verstorbenen Jochen Frese. Von 1989 an hatte er der BV-Nord angehört. 22 Jahre lang war der ehemalige Bezirksvorsteher dort SPD-Fraktionsvorsitzender. „Das war ein Mensch, der akzeptable Lösungen für alle wollte“, so Igelbrink weiter.

Freses Nachfolgerin im Fraktionsvorsitz ist Marianne Hopmann. Olaf Bloch, Vorsitzender der CDU-Fraktion, überreichte ihr aus diesem Anlass einen Blumenstrauß, und beide erinnerten noch einmal an das Wirken Freses.

Nachrücken

Und dann hätte laut Tagesordnung eigentlich jemand als neues BV-Mitglied für den verstorbenen Frese in die BV nachrücken sollen. Diese Verpflichtung scheiterte jedoch sozusagen gleich doppelt. Igelbrink teilte den verblüfften Ortspolitikern mit, das die Nachrücker-Kandidatin Anne Hakenes gegenüber der Bezirksverwaltung Nord ihren Verzicht auf das neue Amt erklärt hatte. Das reichte aber nicht. Igelbrink betonte, dass eine entsprechende Erklärung persönlich beim Wahlamt hätte hinterlegt werden müssen. Dies werde Hakenes nun auch machen. Allerdings habe man beim Wahlamt erst am 1. Februar Zeit für sie, so Igelbrink. Die Bezirkspolitiker hörten ungläubig zu. „Ich halte es für einen Treppenwitz“, erklärte Igelbrink. Der für Hakenes in die SPD-Fraktion nachrückende Reinhard Wack wird nun vermutlich auf der nächsten BV-Sitzung am 19. Februar eingeführt.

Diese kurzfristige Unterzahl der SPD-Fraktion spielte im weitern Verlauf der Sitzung jedoch keine Rolle. Jeweils einstimmig angenommen wurde ein Baubeschluss zur Kanalsanierung in der Adolf-Reichwein-Straße und der vorzeitige Ausstieg des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus dem Schulversuch zum Abitur nach zwölf Jahren (wir berichteten). Ein Antrag von SPD und GAL zu Tempo 50 in den Rieselfeldern sowie zwei CDU-Anträge zum Bau einer öffentlichen Toilette am Hamannplatz und zur Sperrung der Straße Wilkinghege für den Lkw-Verkehr wurden ebenfalls einstimmig angenommen.

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