St.-Hubertus-Schützenverein Sprakel
Festschrift zum Jubiläumsfest

Münster-sprakel -

Die Sprakeler Schützen feiern in diesem Jahr ihr 300-jähriges Bestehen. Passend dazu haben sie soeben eine interessante Publikation herausgegeben.

Montag, 22.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 22.04.2019, 19:06 Uhr
Das „Herausgeber-Gremium“ der 136 Seiten starken Festschrift (v.l.): Reinhard Bröker, Petra Paning, Jenny Hohnsel, Karsten Bröker, Christian Hilbk und Elmar Lange.
Das „Herausgeber-Gremium“ der 136 Seiten starken Festschrift (v.l.): Reinhard Bröker, Petra Paning, Jenny Hohnsel, Karsten Bröker, Christian Hilbk und Elmar Lange.

„Man schrieb das Jahr 1719. Es war die Zeit, als Sprakel noch „Sprackel“ hieß. Über eineinhalb Jahrhunderte vor der Reichsgründung war Westfalen noch ein territorial zersplittertes Gebiet.

Doch den St.-Hubertus-Schützenverein gab es schon. Und den ersten Schützenkönig: Es war der Bauer Johann Heinrich Averbick. Das erfährt man in der Festschrift des Schützenvereins, die pünktlich zum 300-jährigen Bestehen fertiggestellt wurde und ab sofort erhältlich ist.

Das 136-seitige Heft haben der Vorsitzende Christian Hilbk , der erste Schriftführer Karsten Bröker und Prof. Dr. Elmar Lange jetzt vorgesellt. Vor einem Jahr sei er gefragt worden, ob er sich vorstellen könne, an der Festschrift mitzuwirken, erklärte Lange. Er musste nicht überlegen, zumal er schon 1994 an einer solchen Publikation federführend beteiligt war.

Inhaltsstark kann man das neueste Werk mit Fug und Recht nennen. „Es ist Festschrift und Chronik zugleich“, sagte Lange. Und so darf auch nicht das Festprogramm fehlen. Das reguläre Schützenfest findet in diesem besonderen Jahr vom 24. bis zum 26. Mai (Freitag bis Sonntag) statt.

Am Freitag gibt es den Königsball (20 Uhr), am Samstag Jungschützen-, Kaiser- und Königsschießen und am Sonntag die „offenen Vereinsmeisterschaften“. Zwischen den großen Festen gibt es noch das Pokal- und Medaillenschießen am 1. Juni auf dem Hof Gausepohl (Beginn ist um 15 Uhr).

Beim großen Jubelfest aus Anlass des 300-jährigen Bestehens des Schützenvereins kommen am ersten Tag (14. Juni) Jung und Alt zusammen. Um 15 Uhr startet der Seniorennachmittag, und auch das Kinderschützenfest wird dann gefeiert. Der St.-Marien-Kindergarten hat sich dazu angesagt. Der Abend klingt für die Mitglieder und Gäste mit einem gemütlichen Dämmerschoppen aus.

Am Samstag wird zunächst der amtierende König Karsten Bröker abgeholt (18 Uhr), um 19 Uhr ist Einlass im Festzelt, und um 20 Uhr steigt die große Jubelparty ebenfalls dort. Livemusik gibt es mit vielen Hits der letzten Jahrzehnte und zwar von der Band „Undercover“ (ab 21 Uhr).

Der Sonntag beginnt mit dem Frühschoppen im Festzelt, um 12 Uhr gibt es einen Festumzug durch den Ort mitsamt Fahnenschlag, und um 13 Uhr haben sich Festredner angekündigt, so auch Oberbürgermeister Markus Lewe, Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink und Vertreter der beiden Kirchengemeinden. Ganze 20 Gastvereine sind eingeladen, für sie wird ein eigener Schießstand aufgestellt. Auch die Tombola und der Dämmerschoppen sind gesetzt.

300 Jahre – das ist eben ein großes Stück Holz. „Das ist Historie!“, meinte Hilbk. 1719 sei der Schützenverein erstmals urkundlich erwähnt worden, und auch die erste Schützenkette datiere aus diesem Jahr. Eigentlich, so meinen Hilbk, Bröker und Lange, könne der Schützenverein noch älter sein. Vielleicht hat es ihn schon im Dreißigjährigen Krieg gegeben.

Der Geschichte des Schützenvereins kann jeder selbst nachspüren. Die Festschrift und Chronik zeichnet dessen Entwicklung von 1719 bis zum Zweiten Weltkrieg und von der Nachkriegszeit bis heute nach. Vorsitzende, Schützenkönige und -kaiser, Fahnenoffiziere und -schläger, aber auch „ganz normale“ Schützenbrüder und -schwestern werden benannt. Viele Fotografien kamen aus dem Archiv von Reinhard Bröker. Auch der Spielmannszug, den es bis 2007 gab, ist Thema im reich bebilderten Heft. Ebenso werden Zukunftsperspektiven beleuchtet.

Erwerben kann man die Chronik und Festschrift gegen eine kleine Spende bei der Hauptversammlung des Vereins am 28. April in der Gaststätte „Sandruper Baum“ (20 Uhr) sowie beim Vorsitzenden Christian Hilbk ( ✆ 0172 / 53 53 53 37).

Zum Thema

Vorverkaufsstellen für die Jubelparty mit der Band „Undercover“ sind der Raiffeisenmarkt in Sprakel, die Dreilinden-Apotheke, die Fleischerei Meyer und der Hofladen Ontrup.

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