ÖPNV-Ausbau
Haltepunkt wird barrierefrei

Münster-Sprakel -

Nicht nur Rollstuhlfahrer haben es am Bahnhaltepunkt Sprakel bislang nicht gerade einfach (wir berichteten). Jetzt passiert endlich etwas. Am 18. Juni beschäftigt sich die Bezirksvertretung Nord mit einem barrierefreien Ausbau.

Freitag, 07.06.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 16:56 Uhr
Der Bahnhaltepunkt Sprakel soll attraktiver werden.
Der Bahnhaltepunkt Sprakel soll attraktiver werden. Foto: Katrin Jünemann

Der Haltepunkte in Sprakel soll barrierefrei ausgebaut werden. Das sieht ein Beschlussvorschlag der Stadt Münster vor, der am 18. Juni (Dienstag) in der Bezirksvertretung Nord erörtert werden soll.

Demnach ist eine neue 2,50 Meter breite Personenunterführung im Bereich des nordöstlichen Bahnsteig-Endes geplant – mit beidseitigen Aufzügen und einer 1,60 Meter breiten Treppe auf jeder Seite. Das ist das Ergebnis einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie.

Die Gesamtkosten werden mit rund 3,76 Millionen Euro veranschlagt. Die reine Bauzeit wird mit zehn bis zwölf Monaten veranschlagt.

Die Aufzüge haben einen Kabinen-Innenmaß von 1,10 mal 2,10 Meter und 90 Zentimeter breite Türen. Damit soll eine Nutzung durch Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen, Fahrrädern und der Transport von Krankentragen möglich sein – so die Machbarkeitsstudie. Der Kinderhauser Michael Kleyboldt , Mitglied der SPD-Ratsfraktion. begrüßt den Beschlussvorschlag für mehr Barrierefreiheit: „Dann sind endlich die Zeiten vorüber, in denen 700 Meter zusätzliche Wegstrecke überwunden werden mussten, um den Zug zu erreichen beziehungsweise um noch Sprakel zurück zu kommen.“

Allerdings gibt es einen deutlichen Wermutstropfen. Wegen Vorlaufszeiten von der Beauftragung bis zum Beginn der Baumaßnahmen und notwendigen Streckensperrungen seitens der Bahn und mangelnder Personalkapazitäten seitens der beauftragten externen Baufirmen soll der Ausbau etwas auf sich warten lassen, was Michael Kleyboldt kritisiert: „Wenn ich mir den zeitlichen Rahmen anschaue - sechs Jahre – da kann man doch nur hingehen und sagen, dass etwas mehr frischer Wind auch bei der Deutschen Bahn nicht schaden würde.“ Grundsätzlich stellt der Ausbau aber auch für Ratsherr Michael Kleyboldt eine Verbesserung der Attraktivität des ÖPNV in Sprakel dar.

Zum Thema

Aktuell nutzen – laut Deutscher Bahn, Stand 2017 – rund 600 Ein- und Aussteiger pro Tag den Bahnhaltepunkt Sprakel.

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