Ein „Kokon“ aus Sandrup
„Kokon“ für Westfalens Mittelpunkt

Münster-Sprakel -

Die neue Skulptur „Kokon“ der Künstlerin Christine Böse entsteht wieder in Zusammenarbeit mit der Firma Winter in Sandrup. Es ist bereits die dritte Kooperation.

Mittwoch, 12.06.2019, 19:00 Uhr
Künstlerin Christine Böse und Bauschlosser Ralph-Peter Mlodoch: Den Kokon für die Skulptur „Kokon“ haben sie gemeinsam um die Skulptur positioniert.
Künstlerin Christine Böse und Bauschlosser Ralph-Peter Mlodoch: Den Kokon für die Skulptur „Kokon“ haben sie gemeinsam um die Skulptur positioniert. Foto: kaj

Wo liegt der Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens? Ein echter Münsteraner würde mit der Antwort nicht lange fackeln und als Paohlbürger seine Heimatstadt nennen. Doch weit gefehlt. Der geografische Mittelpunkt des Bundeslandes befindet sich in Dortmund im Stadtteil Aplerbeck, in der Aplerbecker Mark: 51 Grad 28 Minuten 40,5 Sekunden nördlicher Breite und 7 Grad 33 Minuten 14,7 Sekunden östlicher Länge. Und genau dort wird der „Kokon“, die neue Skulptur der Dortmunder Künstlerin Christine Böse , verortet. Sie entsteht – und damit ist es doch ein westfälisches Heimspiel – in Sandrup: in der Metallbauwerkstatt von Dirk Winter .

Dort hat die Künstlerin den technisch versierten und lösungsorientierten Partner für ihre Arbeit gefunden. Es ist das dritte gemeinsame Projekt. „Attitude“ findet sich seit 2010 am Westfalentower in Dortmund. Mit ihrer Arbeit „Kompass“ hatChristine Böse in Münster Spuren hinterlassen: Im September 2012 wurden ihre elf Stahlskulpturen auf den zwei Kreisverkehren an der Austermannstraße und der Busso-Peus-Straße in Gievenbeck eingeweiht.

Und nun entsteht in Sandrup der „Kokon“. Industrie, Kohle, Bergbau, Stahlproduktion verbindet Böse mit NRW. „Doch seit einigen Jahren erlebt Nordrhein-Westfalen eine Metamorphose“, erklärt die Künstlerin. Sie hat die Umrisse des Bundeslands in ihrer Stahl-Skulptur um eine innere Achse gespiegelt. Diese Stahl-Umrisse stehen für das Vergangene. Der umhüllende Kokon stehe für die Zukunft – für Neues, für Wandlung und Verwandlung – wie in der Natur. Ihre rund 320 Kilogramm schwere Arbeit ist 2,50 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 1,80 Meter. Das Stahlprofil ist vier mal drei Zentimeter stark. Mit 120 Meter Stahldraht umwickelte die gelernte Goldschmiedin das skulpturale Bundesland. Dirk Winters Mitarbeiter Ralph-Peter Mlodoch, Bauschlosser mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik, hat mit ihr zusammengearbeitet, Punkt für Punkt geschweißt und so fixiert. Nach einem Finish, das die Arbeit wetterfest macht, ist alles bereit für die Einweihung am 10. Juli. 36 Künstler hätten sich voriges Jahr an der Ausschreibung der Stadt Dortmund beteiligt, berichtet sie.

Christine Böse arbeitet gern für den öffentlichen Raum: „Kunst sollte da sein, wo die Menschen sind – als selbstverständlicher, verständlicher Teil des Alltags.“

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