Hölt‘ne Sluse
Hölt‘ne Sluse: „Verändert wird nichts“

Münster-Sandrup -

Im Herbst möchte Dietmar Renfert-Deitermann die Hölt‘ne Sluse wiedereröffnen - und sie im Stil seines verstorbenen Onkels Franz Renfert weiterführen.

Dienstag, 06.08.2019, 19:30 Uhr
Dietmar Renfert-Deitermann möchte die alte Gaststätte „Hölt‘ne Sluse“ im Stil seines Onkels weiterführen.
Dietmar Renfert-Deitermann möchte die alte Gaststätte „Hölt‘ne Sluse“ im Stil seines Onkels weiterführen. Foto: kaj

Ja, es geht weiter mit der Hölt‘nen Sluse. Die Gastwirtschaft am Max-Klemens-Kanal wird wiedereröffnet. Nach dem Tod von Franz Renfert , der im Alter von 85 Jahren verstorben ist, wird sein Neffe Dietmar Renfert-Deitermann die Gaststätte im Sinne sein „Öhms“ – wie er respektvoll sagt – weiterführen. Eröffnet wird wohl Ende September oder im Oktober, auf jeden Fall im Herbst. „Im August waren immer Betriebsferien, da haben sich die Leute drauf eingestellt“, sagt Renfert-Deitermann.

Sein Lieblingsplatz in der Gaststätte sei vor der Theke links an der Ecke, verrät er. Da konnte er sich gut mit seinem Onkel, direkt gegenüber hinter dem Zapfhahn, unterhalten.

Es liegt mir am Herzen, dass alles authentisch bleibt, keine Verfälschungen reinkommen.

Dietmar Renfert-Deitermann

„Verändert wird nichts“, sagt er. Keine neue Tapete, keine neuen Gardinen. „Ich werde das in dem Stil weiterführen. Es liegt mir am Herzen, dass alles authentisch bleibt, keine Verfälschungen reinkommen“, unterstreicht er. Er fühlt sich seinem „Öhm“ sehr verbunden: Er wolle, dass alles so erhalten bleibe, „wie es hier gelebt worden ist“.

Sechs bis acht Interessenten hätten sich schon für eine Nachfolge gemeldet. Er habe mit allen gesprochen. Schließt aber nicht aus, dass er vielleicht mit der Familie und zusätzlichem Personal die alte Gastwirtschaft selbst weiterführen wird. Er behält derweil auch die Schinken im Auge, die unter der Decke und über dem Herdfeuer hängen: Unter jedem ist ein Bierdeckel festgesteckt, damit das Fett nicht runtertropft.

Behutsame Erweiterung

„Natürlich kann man nicht so weitermachen wie in den letzten Jahren“, sagt er. Obgleich er die Tischrunde ums Herdfeuer schätzt, in die sich neue Gäste immer einreihen konnten, versteht er auch, dass andere für sich sitzen möchten. Deshalb erwägt Dietmar Renfert-Deitermann eine behutsame Erweiterung der Kapazitäten. Die Gaststube vorn rechts im Gebäude soll künftig häufiger offenstehen. Vielleicht biete es sich auch an, die gute Stube des Bauernhauses links neben dem Eingang in einen Gastraum umzuwandeln. Zuletzt nutzte sie sein Onkel als Büro.

Auch der große Garten bietet noch Potenzial. Renfert-Deitermann kann sich gut daran erinnern, dass früher sonntags die Kaffeewirtschaft draußen brummte. Ob der Sonntag dazu kommt – und ein Tag in der Woche entfällt – , all das ist Teil der Überlegungen.

Karte wird ergänzt

In der Küche sei eine Modernisierung angesagt, sagt er. Auch die „übersichtliche Karte“ werde überdacht und beispielsweise durch den einen oder anderen Salat ergänzt. Ansonsten könnte die Familie auf eigene Ressourcen zurückgreifen: Selbst gebackenes Brot und Kuchen, Obst, Gemüse und Wurstwaren bietet sie schon im eigenen Spiekerladen auf ihrem Hof in Gittrup an: „Da könnten sich Synergieeffekte ergeben.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6831802?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F143%2F
Pedelecfahrer von Auto erfasst und gestorben
Bei einem Verkehrsunfall auf der L 592 ist ein 79-jähriger Pedelecfahrer verstorben.
Nachrichten-Ticker