Erntefest des Heimatvereins Sandrup-Coerde-Sprakel
Wissenswertes über die tolle Knolle

Münster-Sprakel -

Auf dem Heimathof ging es hoch her: Der Andrang beim Erntefest des Heimatvereins war groß. Es gab für Jung und Alt viel zu sehen und allerlei Infos rund um die Kartoffel.

Sonntag, 06.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 12:54 Uhr
Auf einem Traktor aus dem Jahr 1951 fuhr Alfred Bölling mit dem Erntekranz zum Spieker auf dem Heimathof vor.
Auf einem Traktor aus dem Jahr 1951 fuhr Alfred Bölling mit dem Erntekranz zum Spieker auf dem Heimathof vor. Foto: sn

Der „alte Fritz“, also Friedrich der Große , soll die Kartoffel in Deutschland eingeführt haben. Inzwischen ist sie hierzulande vom Speisezettel nicht mehr wegzudenken. Die Aktiven des Heimatvereins Sandrup-Coerde-Sprakel demonstrierten beim traditionellen Erntefest, wie die Knollenfrucht früher verarbeitet wurde.

Frisch vom Feld kam sie zunächst in die Kartoffelsortiermaschine. Kleine und große Kartoffeln habe man dort getrennt, wie Alfred Bölling , der Vorsitzende des Heimatvereins Sandrup-Sprakel-Coerde, erläuterte. Was tat man mit der tollen Knolle? Natürlich kochen. Und zwar in einem sogenannten „Kopott“, was soviel wie „Kochtopf“ hieß. Erhitzt wurde der mit jeder Menge „Buschenholz“, das die Bauern in der Umgebung fanden. Übrigens: Nicht nur Menschen schmeckte die Bodenfrucht. Kamen die Knollen nämlich in eine „Kartoffelquetsche“, so entstand ein Mus, das auch den Schweinen hervorragend mundete.

Während Alfred Bölling auf einem Gefährt aus dem Jahr 1951 einfuhr, wurden die Kartoffeln mit einer Deutz-Maschine von 1956 transportiert. Die Traktoren gehören Ewald Rohmann: „Ich bin mit Schleppmaschinen aufgewachsen“, meinte er. Anschließend wurde der traditionelle Erntekranz am Spieker aufgehängt.

Nach einer kurzen Begrüßung von Alfred Bölling gingen die Glückwünsche los: Der Vorsitzende feierte seinen 83. Geburtstag. Bernhard Viegener von der Musikvereinigung Münster-Kinderhaus bot ihm kurzerhand an, einfach mitzuspielen. Und plötzlich pustete Bölling in die Tuba.

Weitere Musik gab es vom Akkordeonkreis des Heimatvereins unter der Leitung von Sylvia Bohlke. Für frische Kartoffel-Reibeplätzchen sorgten die Landfrauen. Die Resonanz des Tages war positiv. „Das ist Heimatverbundenheit in seiner ursprünglichen Form“, meinte etwa Dr. Hans-Georg Geißdörfer von der örtlichen CDU.

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