Patenschaft hilft Gotheye
Sprakeler Patenschaft hilft im Niger

Münster-Sprakel -

Der SC Sprakel unterstützt eine Grundschule in Gotheye. Jetzt war Besuch aus dem Niger zu Gast: Maitré Sirfi Ali Maiga.

Donnerstag, 05.12.2019, 18:10 Uhr
Der SC Sprakel hatte jetzt Besuch aus dem Niger (v.l.): Walter Stephan, Maitré Sirfi Ali Maiga, Spender Wolf Jahnke, Seidou Karidio und Übersetzer Dr. Metard Kabanda. Jahnke übergab eine Spende von 980 Euro an den Verein Niger, der sich für Schulprojekte einsetzt.
Der SC Sprakel hatte jetzt Besuch aus dem Niger (v.l.): Walter Stephan, Maitré Sirfi Ali Maiga, Spender Wolf Jahnke, Seidou Karidio und Übersetzer Dr. Metard Kabanda. Jahnke übergab eine Spende von 980 Euro an den Verein Niger, der sich für Schulprojekte einsetzt. Foto: Reinhold Kringel

Im Jahr 2015 hat der SC Sprakel (SCS) eine Patenschaft für eine Grundschule in Gotheye im Niger übernommen. Jugendtrainer Seidou Karidio stammt aus dem Ort und sammelt Sachspenden und Geld für die Schulkinder. Dafür hat er eigens den Verein „Niger e.V.“ gegründet. SCS-Vorstandsmitglied Walter Stephan sammelt mit und stapelt die Sachspenden auf seinem Dachboden. Solange, bis wieder eine Sendung nach Niger zusammengestellt werden kann.

„Wir suchen nicht nur Sportbekleidung für Kinder und Erwachsene, auch Alltagskleidung, Schulutensilien und Kugelschreiber“, erläutert Walter Stephan. „Natürlich sind auch Geldspenden sehr willkommen“, sagt der frühere Bankangestellte. Bei einer früheren Aktion hatte die Deutsche Post die Transportkosten nach Niger übernommen.

„Bei uns fallen nur die Transportkosten an, bei uns arbeiten alle ehrenamtlich“, versicherte Seidou Karidio, der für sein soziales Engagement vor einiger Zeit das Bundesverdienstkreuz am Band erhalten hat und auch von Oberbürgermeister Markus Lewe am 23. September 2019 im Friedenssaal der Stadt Münster empfangen worden war. Der 52-Jährige lebt seit 1994 in Münster, ist verheiratet und arbeitet bei der Rentenversicherung.

Maitré Sirfi Ali Maiga ist sein Cousin, ihre Väter sind Brüder. Der Politiker ist für zehn Tage in Europa und besucht Brüssel, Münster und Berlin. In seinem Vortrag in französischer Sprache berichtete er jetzt im Sportheim des SC Sprakel von den Verhältnissen in Niger und von seiner Arbeit als Mediateur (Vermittler). Dr. Medard Kabanda übersetzte seine Rede ins Deutsche.

Niger sei zum Transitland für afrikanische Flüchtlinge geworden, die über Libyen oder Marokko nach Europa wollten. In der grenznahen Stadt Agadez sammelten sich die Flüchtlinge vor der gefährlichen Weiterreise durch die Wüste und über das Mittelmeer, berichtete Ali Maiga im Sportheim. Viele Flüchtlinge seien der Ansicht: „Lieber sterben als hierbleiben.“ Niger sei zu einer Außengrenze von Europa geworden, sagte der Politiker.

In Agadez möchte er ein Zentrum für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge schaffen, die besonders gefährdet seien durch Hunger, Krankheit und Vergewaltigung. Leider gebe es keine Politik auf Augenhöhe zwischen Europa und Afrika, beklagte der Politiker.

Der Sprakeler Wolf Jahnke hatte für den Verein Niger 980 Euro gesammelt und übergab die Spende am Dienstagabend im Sportheim des SC Sprakel an Seidou Karidio, der sie dann an Maitré Sirfi Ali Maiga weitergab.

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Weitere Sach- und Geldspenden können bei Walter Stephan, '  0151 / 59176093, abgegeben werden oder werden durch ihn abgeholt.

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