Ehrenamtlicher Einsatz in der Sprakeler St.-Marien-Kirche
„Wir sind ein eingespieltes Team“

Münster-Sprakel -

Traditionell wird am dritten Advent in der Sprakeler Pfarrkirche die Weihnachtskrippe aufgebaut. Manfred Wöstmann ist bereits zum 60. Mal mit dabei.

Sonntag, 15.12.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 20.12.2019, 18:04 Uhr
Sie sind ein eingespieltes Team: Die Krippenbauer aus Sprakel um Manfred Wöstmann (vorne, r.), die auch die rund viereinhalb Meter hohen Tannen hinter dem Altar der Pfarrkirche aufrichten.
Sie sind ein eingespieltes Team: Die Krippenbauer aus Sprakel um Manfred Wöstmann (vorne, r.), die auch die rund viereinhalb Meter hohen Tannen hinter dem Altar der Pfarrkirche aufrichten. Foto: cro

Es ist gar nicht so einfach, die viereinhalb Meter hohe Tanne im Altarraum der St.-Marien-Kirche aufzustellen: Immer wieder rutscht der Ständer über den glatten Steinboden. Doch davon lassen sich die sechs Mitarbeiter des Krippenbauteams nicht verunsichern: „Einfach kräftig dagegenhalten“ lautet die erklärte Devise, und schnell richtet sich die Tanne aus Sprakel auf.

Alle legen sich kräftig ins Zeug, denn in diesem Jahr steht ein Geburtstag der besonderen Art an: Bereits zum 90. Mal werden die Figuren der Krippe aufgestellt, dazu die acht Bäume. Hinzu kommen noch unzählige Knubben, die den Hintergrund der Krippe bilden.

Kopf der Gruppe ist Manfred Wöstmann , der am Ende die historischen Figuren aus Gips auch dekoriert. „Wir bauen die Krippe traditionell eigentlich immer am dritten Advent auf – je nachdem, wie Weihnachten liegt“, so der Senior, der selber ein Jubiläum feiert. Denn bereits zum 60. Mal baut Wöstmann die Weihnachtskrippe auf – und das noch immer mit voller Begeisterung wie früher.

„Ich habe damals als kleiner Messdiener mit sieben Jahren das erste Mal mitgemacht“, erinnert sich der 68-Jährige. Damals seien sie mit dem Bollerwagen losgezogen, um Moos zu sammeln. „So hat sich das dann entwickelt.“ Und wo liegt der Reiz am Krippenaufbau für ihn? „Das Strahlen in den Kinderaugen, wenn sie vor den Figuren stehen, ist einfach das Schönste.“ Außerdem habe es auch etwas mit vorweihnachtlicher Stimmung zu tun. „Es ist wie eine Einstimmung aufs Fest.“

Schlag auf Schlag stehen die Bäume, der Tisch für die Krippe steht ebenfalls schnell. „Wir sind ein wirklich eingespieltes Team. Alle sind mit Sprakel verbunden und machen es gerne“, so Wöstmann lobend. Außerdem wisse einfach mittlerweile jeder, was seine Aufgabe sei. „Da sitzt jeder Handgriff.“

In der Zwischenzeit ist auch Küsterin Walburga Balsliemke in der St.-Marien-Pfarrkirche angekommen: „Sie sorgt immer für unsere Verpflegung – und putzt anschließend auch die Kirche“, freut sich Wöstmann. Die Unterstützung für die Krippenbauer sei einfach klasse.

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