Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
Ein Biozid soll die Plagegeister stoppen

Münster-Sprakel -

Bacillus thuringiensis heißt das Bakterium, mit dem ein Sprakeler Landschaftsexperte den gefährlichen Eichenprozessionsspinnern zu Leibe rücken will.

Montag, 27.04.2020, 22:55 Uhr
Mit diesem Spezialgerät will Stefan Schulze Sprakel – hier mit seinem Sohn Bernd – das Bakterium hoch hinauf in die Eichen spritzen.
Mit diesem Spezialgerät will Stefan Schulze Sprakel – hier mit seinem Sohn Bernd – das Bakterium hoch hinauf in die Eichen spritzen.

Erst Corona und obendrauf nun bald auch noch der Eichenprozessionsspinner: Es werde kein leichtes Frühjahr, meint der Sprakeler Landschaftsexperte Stefan Schulze Sprakel. Meisen-Nistkästen seien ein Weg, den Spinner zu reduzieren. Eine andere Möglichkeit bestehe darin, ihn mit einem Bakterium zu bekämpfen.

Schulze Sprakel will dazu das Bacillus thuringiensis nutzen, das mit einer Turbinenspritze bis in eine Höhe von 30 Metern von unten gegen die Eichenblätter gesprüht wird, die der Spinner frisst. Das Bakterium wirke dann im Darm des Spinners. Wichtig sei, das Mittel einzusetzen, bevor der Spinner seine gefährlichen Brennhaare entwickele. Denn später helfe nur noch das Absaugen, wie es im Vorjahr praktiziert werden musste.

Es handele sich nicht um ein Insektizid sondern um ein Biozid, unterstreicht Stefan Schulze Sprakel. Sein Landschaftspflege-Unternehmen werde das Mittel unter anderem für die Stadt Greven sowie für den Wasser- und Bodenverband einsetzen. Bevor es losgehe, werde es aber noch einen Probelauf mit Wasser geben – quasi als „Trockenübung“.

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