Nördlich der Landwehr geht es weiter
Im Frühjahr startet der Kanalbau

Münster-Sprakel -

Acht Monate sind für den Kanalbau für den zweiten Abschnitt des Baugebiets nördlich der Landwehr angesetzt. Dort wird auch die neue Sprakeler Grundschule gebaut.

Samstag, 01.08.2020, 05:12 Uhr aktualisiert: 01.08.2020, 05:20 Uhr
Noch endet Sprakel hier an der Landwehr
Noch endet Sprakel hier an der Landwehr Foto: Katrin Jünemann

Nachdem im Mai der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nördlich der Landwehr / westlich Schlehenweg und Weißdornweg gefasst worden ist, geht es jetzt mit dem Baubeschluss zum Kanalbau weiter. In diesem zweiten Abschnitt des Baugebiets wird das neue Gebäude der Grundschule Sprakel entstehen.

Der Baubeginn ist derzeit im ersten Quartal 2021 geplant: „Die Bauzeit wird vor­aussichtlich acht Monate betragen.“

Die Beschlussvorlage zum Kanalbau wird der Bezirksvertretung Nord am 18. August vorgestellt, die Entscheidung fällt am selben Tag im Bauausschuss.

Eine Million Euro werden die entwässerungstechnischen Maßnahmen für diesen zweiten Abschnitt des Baugebiets laut Vorlage des Tiefbauamts kosten. Zu den Folgekosten zählen jährlich Abschreibungen von 12 500 Euro sowie Unterhaltungskosten von etwa 10 000 Euro, die laut Tiefbauamt durch die Abwassergebühr refinanziert werden.

Zur Ableitung des Regenwassers im Baugebiet wird ein 240 Meter langer Betonkanal zum Regenrückhaltebecken im Norden entstehen.

Für das häusliche Schmutzwasser entsteht ein rund 275 Meter langer Steinzeugkanal. Er wird im Nordosten an den vorhandenen Kanal im Weißdornweg angeschlossen. Von dort geht der Weg des Abwassers über das Pumpwerk Holunderweg weiter bis zur Hauptkläranlage in Coerde.

Zugleich wird dieser Schmutzwasserkanal bereits vorausschauend bis zur Straße Landwehr gebaut – um eine potenzielle Erweiterung in Richtung Süden vorzubereiten.

Ausgebaut wird im Zuge der Erschließung des Baugebiets auch die Straße Landwehr – und zwar zwischen dem Baugebiet und dem Kreuzungsbereich mit der Straße Pluggenheide: In der Straße Landwehr wird ein neuer, etwa 150 Meter langer Regenwasserkanal verlegt, der an den Mischwasserkanal in der Pluggenheide angeschlossen wird, heißt es. Mit dem Anschluss an den vorhandenen Mischwasserkanal in der „Pluggenheide“, würden die Anforderungen für eine Regenwasserbehandlung umgesetzt.

Es gibt auch eine Überflutungsschutz-Vorsorge: Die öffentlichen Oberflächen seien so geplant, dass sich im Falle von außergewöhnlichen Niederschlagsereignissen „Notwasserwege in Richtung schadlos überflutbarer Flächen ergeben“.

Sobald der Baubeschluss gefallen ist, soll die Ausschreibung vorbereitet werden.

Der Kanalbau erfolgt „gänzlich in offener Bauweise“, hauptsächlich „auf unbebautem Acker“. Für die Bauzeit des Kanalanschlusses im Kreuzungsbereich von Landwehr und Pluggenheide wird es Umleitungen geben.

Es werden Kanalanschlussbeiträge anfallen. Für die im Plangebiet liegenden Grundstücke sind die satzungsmäßigen Beiträge von zurzeit 6,77 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche bei ein- und zweigeschossiger Bebauung fällig, so die Vorlage. Der endgültige Kanalanschlussbeitrag richte sich nach dem zum Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht gültigen Beitragssatz. Die Pauschale für Kanal-Hausanschlussleitungen liege nach der aktuell gültigen Satzung bei 1483 Euro für einen Schmutz- und Regenwasser-Hausanschluss.

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