Nach 50 Jahren gibt es ein neues Domizil für den Löschzug Sprakel
Feuerwehrhaus soll 2022 fertig sein

Münster-Sprakel -

Der Baubeginn für das Feuerwehrhaus in Sprakel ist für März 2021 geplant, die Fertigstellung bis Juni 2022.

Samstag, 08.08.2020, 05:11 Uhr aktualisiert: 08.08.2020, 05:20 Uhr
Das Feuerwehrhaus Handorf ist Vorbild für die Planung des Sprakeler Gerätehauses, das an der Ecke Schlusenweg / Sprakeler Straße entstehen soll.
Das Feuerwehrhaus Handorf ist Vorbild für die Planung des Sprakeler Gerätehauses, das an der Ecke Schlusenweg / Sprakeler Straße entstehen soll. Foto: spe

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Nord am 18. August vor der Kommunalwahl soll einiges aufs Gleis gesetzt werden. Dazu gehört auch das Feuerwehrhaus für Sprakel. Der Baubeginn ist für März 2021 geplant, die Fertigstellung bis Juni 2022.

Gebaut werden soll das neue Feuerwehrhaus mit Gründach und Photovoltaikanlage am Sprakeler Ortseingang auf dem Grundstück an der Ecke Schlusenweg / Sprakeler Straße – gegenüber vom „Sandruper Baum“. Das Feuerwehr-Grundstück ist knapp 2500 Quadratmeter groß.

2,66 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt. Ursprünglich war von 2,16 Millionen Euro ausgegangen worden. Die Mehrkosten von 500 000 Euro ergäben sich durch die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks, den statischen Mehraufwendungen für das Gründach, die Preissteigerung, zehn Prozent für Unvorhersehbares und die externe Vergabe der Bauleitung, heißt es in der Vorlage des Amts für Immobilienmanagement.

Das Sprakeler Feuerwehrhaus ist eine Wiederholungsplanung des Handorfer Feuerwehrhauses. Um die Kosten zu reduzieren, sei eine höhendifferenzierte, teilweise zweigeschossige Bebauung vorgesehen, heißt es.

Das Gebäude mit eingeschossiger Fahrzeughalle, eingeschossigem Funktionstrakt und einer Wohnung für den Gerätewart steht als lineares Gebäude parallel zum Schlusenweg, ausgerichtet in Nord-Süd-Richtung. Die Fahrzeughalle bietet – anders als der aktuelle Standort – Platz für drei Fahrzeuge und öffnet sich zum Schlusenweg. Vor der Halle können drei Fahrzeuge aufgestellt werden, die Möglichkeit zur Erweiterung für ein viertes Fahrzeug – im wachsenden Sprakel – sei berücksichtigt worden, heißt es in der Vorlage. Auch der Haupteingang des Feuerwehrhauses liegt am Schlusenweg.

Die Wohnung des Gerätewarts im zweigeschossigen Gebäudeteil umfasst 105 Quadratmeter und sei für eine Familie mit zwei Kindern konzipiert, heißt es. Eine kleine Dachterrasse runde das Angebot ab. Die Wohnung sei im Erdgeschoss intern mit dem Gerätehaus verbunden, so die Vorlage: Das garantiere kurze Wege für den Gerätewart im Einsatzfall.

Der Löschzug Sprakel ist seit 1971 in dem Feuerwehrhaus an der Nienberger Straße untergebracht. Frauen bei der Feuerwehr waren vor 50 Jahren noch kein Thema: So gibt es dort für sie weder Duschen, Sanitäranlagen noch Umkleiden. Das ist im neuen Feuerwehrhaus natürlich anders. Der Umkleidebereich mit Duschen- und Toilettenraum für die Frauen liegt im neuen Feuerwehrhaus auf der Ostseite – auf der Westseite ist der Umkleidebereich für die Männer platziert.

Vorgesehen sind ein Büro für den Löschzugführer, ein Schulungsraum für Erwachsene und für die Jugend, Teeküche und Lehrmittelraum. Das gesamte Gebäude soll mit rotem Stein verkleidet werden. Die Planung der Freianlagen soll extern vergeben und der Politik zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden. Die Kosten der Freianlagen seien aber bereits berücksichtigt.

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