Konzept für den Böckmannplatz mit Wasserfontänen
Sprakels Mitte

Münster-Sprakel -

Jetzt liegt ein Konzept für die Gestaltung des Böckmannplatzes vor – hervorgegangen aus den Anregungen von Bürgern bei zwei Workshops.

Freitag, 21.08.2020, 05:16 Uhr aktualisiert: 21.08.2020, 05:20 Uhr
Drei Bäume und ein trapezförmiges Fontänenfeld kennzeichnen den südlichen Platzteil, im Norden sind parallele Baumreihen mit Platz für Boule, Schach und Beete möglich.
Drei Bäume und ein trapezförmiges Fontänenfeld kennzeichnen den südlichen Platzteil, im Norden sind parallele Baumreihen mit Platz für Boule, Schach und Beete möglich. Foto: SAL Landschaftsarchitektur

Leben und Aktivitäten in die Mitte von Sprakel zu holen, ist das Ziel der Gestaltung des Böckmannplatzes. So erläuterte es Stadtplaner Andreas Kurz der Bezirksvertretung (BV) Nord. „Wir hoffen, dass es dem Investor gelingt, einen Bäcker oder ein Café ins Zentrum zu holen“, sagte er. Die Bebauung der Sprakeler Mitte übernimmt, wie berichtet, die GMP Projekt GmbH&Co KG aus Nordhorn.

Der rund 2000 Quadratmeter große Platz in der Mitte der Bebauung, die gerade entsteht, befindet sich im Eigentum der Stadt Münster und wird nach Ideen gestaltet, die bei zwei Bürgerworkshops Ende vorigen Jahres gesammelt worden sind. Das Büro SAL Landschaftsarchitektur, das die Workshops durchführte, hat ein Konzept vorgelegt, das die Zustimmung der BV Nord fand.

In der Vorlage sind die Kostenschätzungen für die Platzgestaltung mit Wasserfontänenfeld (rund 600 400 Euro) und ohne Wasserspiel (419 000 Euro) aufgeführt. Als Folgekosten für die Pflege der Anlagen inklusive Wasserspiel sind jährlich 6200 Euro angesetzt. Beiträge für Anlieger fallen wegen der übergeordneten Bedeutung der Platzfläche für Sprakel nicht an. Die Grünen und die CDU sprachen sich dafür aus, das Wasserspiel zu realisieren.

Circa 230 000 Euro sind für die Pflasterung des Platzes und die Verlegung der Bushaltestelle angesetzt, für die weiteren Gestaltungselemente – etwa Boulebahn, Hochbeete, Baumstandorte, Mobiliar und Schachbrett – rechnet das Stadtplanungsamt mit rund 370 000 Euro.

Was erwartet die Sprakeler? Den Entwurf „Kirschgarten“ fanden die Teilnehmer des zweiten Workshops zwar optisch sehr ansprechend, gaben aber zu bedenken, dass die Kirschblüte stets nur kurz dauert. So soll es nun also drei hochstämmige Solitärbäume (etwa Schnurbaum) und ein Wasserspiel in der Platzmitte geben. Die Gliederung des Platzes sieht vor, vor dem nördlichen Teil der Seniorenwohnanlage eine Doppelreihe aus säulenförmigen Bäumen (etwa Gingko) zu platzieren. In deren Schatten ist dann Platz für Boule und Schach. Dort soll es auch Bänke geben sowie Hochbeete, die auf Wunsch auch als Bürgerbeete für Blumen und Gemüse genutzt werden können.

Die BV Nord erwartet, dass die Platzgestaltung mit dem Abschluss der Bautätigkeit zusammenfällt. Sie stimmte dem Konzept zu, die Entscheidung fällt am 25. August im Planungsausschuss.

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