Bezirksvertretung Nord tagt am 10. November das erste Mal nach der Wahl
Zwei Sitze mehr für die Grünen

Montag, 14.09.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 19:20 Uhr
Im Bürgerhaus Kinderhaus findet am 10. November die erste Sitzung der neuen Bezirksvertretung Nord statt.
Im Bürgerhaus Kinderhaus findet am 10. November die erste Sitzung der neuen Bezirksvertretung Nord statt. Foto: Katrin Jünemann

Die CDU hat die Anzahl ihrer Sitze gehalten: Zur Fraktion in der BV Nord gehört nach wie vor Olaf Bloch , der bei dieser Kommunalwahl auch das Direktmandat für Kinderhaus-Ost und Sprakel geholt hat. Zudem gehören die Bezirksvertreter Matthias Bölling, Walter Sauerwald, Ulrich Tebbe, Dr. Felin Twagirashyaka, Marc Weßeling und Dr. Hans-Georg Geißdörfer zur CDU-Fraktion.

Die SPD hat – wie anderswo auch – Einbußen erlitten. Sie hat zwei Sitze verloren und stellt jetzt nur noch vier Bezirksvertreter: Manfred Igelbrink (bisher Bezirksbürgermeister) und Johanne Lamken gehören nach wie vor zur SPD-Fraktion. Neu für die SPD in der BV Nord sind Bibiane Benadio aus Coerde und Thomas Borker aus Kinderhaus.

Die Grünen konnten aufstocken: Sie haben zwei Sitze dazugewonnen. Ralf Kiewit gehörte schon in der vergangenen Legislaturperiode zu diesem Gremium. Zur Grünen-Fraktion zählen zudem Annette Kolbert, Sonja Völker, René Stienemann und Maike Giesbert.

Die FDP ist mit Philipp Czapski wieder in der Bezirksvertretung Nord.

Die Linke tritt mit einem neuen Bezirksvertreter an: mit Alexej Igumensev aus Kinderhaus. Die AfD wird durch Christoph Witold Leschik vertreten.

Was den Norden anbelangt, ist Olaf Bloch, in der vergangenen Legislaturperiode Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV Nord, zufrieden. Die CDU holte 36,14 Prozent (36,5 Prozent in 2014). Fragen über mögliche Konstellationen in der BV Nord ständen für die CDU aktuell aber nicht an: „Der Wahlkampf ist für uns nicht abgeschlossen“, betont er. „Erste Priorität hat der Wahlkampf für Markus Lewe, um die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen“, sagt Bloch. Erst danach werde es in der Fraktion darum gehen, mit wem man koalieren könne. Was die zukünftige Arbeit in diesem Gremium anbelangt, werde es darum gehen, möglichst viele Maßnahmen für die Bürger zu bewegen. Er hoffe, dass auch bei der neuen Zusammensetzung des Gremiums Prüfaufträge – egal von welcher Seite sie kämen – „auch weiter ihre Chancen haben und nicht weggeschmettert werden“.

Für Manfred Igelbrink (SPD) ist das Wahlergebnis von 21,55 Prozent (30,4 in 2014) „enttäuschend“. „Ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet“, sagt er. Am Mittwoch habe die SPD-Fraktion ihre erste Sitzung. Nach bisherigem Stand der Dinge werde er nach wie vor seinen Hut für den Posten des Bezirksbürgermeisters in den Ring werfen. Was künftige Koalitionen anbelange, sei noch viel offen. Seine persönliche Präferenz sei eine Zusammenarbeit mit den Grünen.

Die Grünen holten 26,81 Prozent (14,2 Prozent in 2014). Sie haben am Donnerstag ihr erstes Treffen, um die Bahnen für die zukünftige Arbeit in der BV Nord auszuloten. Was dabei herauskommt, ist offen. „Man muss das Ergebnis erst mal zurechtrucken, den Nebel sich lichten lassen“, sagt Ralf Kiewit. Vor einigen Wochen in puncto Bezirksbürgermeister-Amt befragt, hatte er angedeutet, dass er sich nicht entziehen würde. Jetzt allerdings gab es auf diese Frage keine Antwort. Auch die Frage nach dem Fraktionsvorsitz bleibt offen. Das alles seien Dinge, die am Donnerstag besprochen würden, will Kiewit der Meinungsbildung in der Fraktion der Grünen nicht vorgreifen.

Die erste Sitzung der BV Nord ist am 10. November um 17 Uhr im Bürgerhaus, Idenbrockplatz 8.

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