Aufbau soll Mitte November beginnen
Drei Windräder im Norden

Münster-Sprakel -

Ab Mitte November sollen drei Windräder im Norden Münsters nach und nach aufgebaut werden.

Dienstag, 27.10.2020, 22:59 Uhr
Windradbau in Sandrup
Windradbau in Sandrup Foto: Katrin Jünemann

Erdbewegungen an den Feldwegen zwischen Sprakeler Straße und Max-Klemens-Kanal: Das sind die Vorboten für den Aufbau von drei Windenergieanlagen in Sandrup und im Außenbereich von Häger. Anderthalb Meter hohe Wälle tauchen auf, es gibt Baustraßen quer über die Felder. Über die Baustraßen werden die großen Elemente der Anlagen angeliefert werden. Die Windenergieanlagen werden von der Firma „iTerra-energy“ ab Mitte November errichtet.

Für den Wegebau setze die Firma etwa zwei Monate an, erläuterte Tim Kunze , Projektleiter Vergaben und Bauüberwachung von „iTerra-energy“. Der Bau der Fundamente ist mit zwei Monaten angesetzt, das Aushärten des Betons bereits einberechnet.

Für das Aufstellen der Windenergieanlage kalkuliert der Projektleiter rund 14 Tage ein. Das sei abhängig von den Windverhältnissen zur Bauzeit. Insgesamt wird von einer Bauphase von einem halben Jahr ausgegangen.

Errichtet werden nach Angaben des Unternehmens Windräder des Typs GE3.2-130 der GE Wind Energy GmbH aus Salzbergen. Die Windräder haben eine Höhe von 150 Metern über Grund (obere Rotorspitze). Die Nabenhöhe liegt bei 85 Metern über Grund: Damit ist die Höhe des Turms zuzüglich des Maschinenhauses gemeint. Die einzelnen Rotorblätter der Windräder haben jeweils eine Länge von 65 Metern.

„iTerra-energy“ habe eine Ertragsgutachten für den Stromertrag der drei Anlagen erstellen lassen. Prognostiziert werde für die drei Standorte ein Stromertrag von rund sechs Millionen Kilowattstunden (kWh) je Windenergieanlage und Jahr. Der Gesamtertrag des Windparks entspreche damit 18 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, was dem Bedarf von etwa 7200 Haushalten entspreche, so Tim Kunze. Zugrundegelegt worden sei dabei ein Durchschnittsverbrauch von 2500 Kilowattstunden pro Jahr.

Es sind schwere Brocken, die bei einem Windrad verbaut werden. So besteht der Turm aus vier Elementen, die insgesamt 163 285 Kilogramm wiegen. Das Fundament bilden 600 Kubikmeter Beton und rund 51 Tonnen Bewehrungsstahl. Die Rotorblätter wiegen 15,6 Tonnen pro Blatt, das Maschinenhaus mit Generator 129 Tonnen.

Das Unternehmen plant, ab dem 1. März kommenden Jahres Strom einzuspeisen, und zwar über zwei neugebaute Übergabestationen in das Versorgungsnetz von Münsternetz, so das Windenergieunternehmen.

Ein Großteil der Baustraßen, über die die großen Bauelemente angeliefert werden, werde nach der Errichtung der Anlagen zurückgebaut, sodass die Flächen wieder bewirtschaftet werden können. Lediglich die Wege, über die Serviceteams die Anlagen erreichen können, bleiben erhalten, heißt es.

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