Bezirksvertretung Nord: Manfred Igelbrink soll bis Ende 2022 Bezirksbürgermeister bleiben
SPD und Grüne kooperieren

Münster-Nord -

Grüne und SPD in der neuen Bezirksvertretung Nord wollen kooperieren. Sie haben sich thematisch und personell verständigt.

Mittwoch, 04.11.2020, 17:53 Uhr
Ein „Runder Tisch“ zur Verkehrssituation auf der Straße Wilkinghege steht ganz oben auf der Prioritätenliste von Grünen und SPD.
Ein „Runder Tisch“ zur Verkehrssituation auf der Straße Wilkinghege steht ganz oben auf der Prioritätenliste von Grünen und SPD. Foto: kaj

Die Weichen für den künftigen Kurs in der Bezirksvertretung (BV) Nord sind gestellt: Bündnis90 /  Grüne und SPD wollen in den nächsten fünf Jahren zusammenarbeiten. Keine zwei Stunden seien nötig gewesen, um sich zu verständigen, informieren die beiden Fraktionen. Sie haben in der neuen BV Nord zusammen neun Sitze: Die Grünen sind mit fünf Bezirksvertretern – mit zwei Sitzen mehr als zuvor – vertreten. Die SPD hat zwei Sitze verloren und stellt im neuen Stadtbezirksparlament vier Vertreter.

Die CDU hatte ihre sieben Sitze bei der Kommunalwahl unverändert gehalten. Je einen Sitz in der neuen BV haben zudem FDP, Linke und AfD.

Grüne und SPD haben sich auf Manfred Igelbrink als Bezirksbürgermeister bis Ende 2022 verständigt.

Grüne und SPD haben sich auf Manfred Igelbrink als Bezirksbürgermeister bis Ende 2022 verständigt.

Die Frage, wer Münsters Norden als Bezirksbürgermeister vertreten soll, ist für SPD und Grüne geklärt. Sie haben sich „darauf verständigt, dass Manfred Igelbrink bis Ende 2022 Bezirksbürgermeister bleiben kann und anschließend ein Vertreter oder eine Vertreterin von B90/Grüne das Amt übernehmen wird“.

Grüne und SPD „haben viele Übereinstimmungen gefunden und politische Ziele formuliert, die wir gemeinsam erreichen wollen“, so Ralf Kiewit, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Thomas Borker , Fraktionsvorsitzender der SPD: „Wir haben uns außerdem auf konkrete Vorhaben geeinigt, die wir jetzt schnell angehen werden.“

Ganz oben auf der Prioritätenliste der beiden Fraktionen steht, möglichst bald einen „Runden Tisch“ zur Verkehrssituation auf der Straße Wilkinghege einzurichten. Ziele seien Verbesserungen für den Radverkehr, eine barrierefreie Bushaltestelle am Seniorenheim Wilkinghege, Maßnahmen gegen unzulässigen Lkw-Verkehr und der Ausbau der Mobilitätsstation, heißt es.

Coerde steht vor großen Veränderungen. Grüne und SPD wollen die Gestaltung des Hamannplatzes kon­struktiv begleiten und „das Erscheinungsbild im Stadtteil durch ein gezieltes Bündel an Maßnahmen für mehr Sauberkeit“ verbes-sern. Untere anderem sollen sogenannte Müll-Scouts abfallpädagogische Angebote in Schulen und Kitas initiieren, heißt es in der Mitteilung weiter.

Für Sprakel liegt der Fokus auf den öffentlichen Verkehrsmitteln und der Verbesserung der Anbindung des Stadtteils. „Im Wahlkampf wurden wir immer wieder darauf angesprochen, dass Sprakel mit Bus und Bahn besser an Münsters Zentrum angebunden werden muss“, so Ralf Kiewit. Außerdem, so ein weiteres Ziel der Fraktionen, soll für Radfahrer eine intelligente Beleuchtung entlang der B 219 zwischen Sprakel und Kinderhaus installiert werden.

In allen drei Stadtteilen wollen Grüne und SPD die Sportstätten aufwerten, heißt es. Es gehe dabei, so Thomas Borker, sowohl um den Sport in den Vereinen als auch um den vereinsungebundenen Sport. Die Bedarfe sollen ermittelt, in einen Masterplan für die Sportstätten münden „und dann möglichst zügig umgesetzt“ werden.

Besonders wichtig sei beiden Partnern, den Grünzug am Kinderhauser Moorhock zu schützen und von Bebauung freizuhalten: „Wir wollen, dass die Bezirksvertretung auf einer ihrer nächsten Sitzungen dazu einen klaren Beschluss fasst, der auch vom Rat nicht mehr ignoriert werden kann“, so Ralf Kiewit und Thomas Borker. Ein weiteres Thema mit Priorität für die Fraktionen: die Verkehrsberuhigung in den Rieselfeldern.

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