Outlaw-Kita Sprakel
Verdacht eines sexuellen Übergriffs

Münster-Sprakel -

In der Outlaw-Kita in Sprakel gibt es den Verdacht eines sexuellen Übergriffs gegenüber einem Kind. Darüber wurden die Eltern in dieser Woche informiert. Ein Kind hatte den Verdacht gegenüber seinen Eltern geäußert.

Mittwoch, 06.01.2021, 18:50 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 18:54 Uhr
Outlaw-Kita Sprakel: Verdacht eines sexuellen Übergriffs
Foto: dpa (Symbolbild)

Mit dem Verdacht eines sexuellen Übergriffs muss sich momentan die Outlaw-Kita in Sprakel auseinandersetzen. „Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass es den Verdacht eines sexuellen Übergriffs (...) gegenüber einem Kind in der Outlaw Kita & FZ Sprakel gegeben habe“, heißt es in einem Brief der Outlaw-Bereichsleitung und der Outlaw-Fachgebietsleitung an die Eltern vom 5. Januar. „Uns ist der Schutz der Kinder besonders wichtig, daher sind wir umgehend tätig geworden“, heißt es weiter. Die betreffende Person sei „widerruflich vom Dienst freigestellt“ worden.

Betreffende Person vom Dienst suspendiert

„Der Verdacht wurde Mitte Dezember von einem Kind gegenüber seinen Eltern geäußert, die sich daraufhin bei der Einrichtungsleitung gemeldet haben. Im Rahmen unserer Dienstanweisung mit dem Umgang einer Beschwerde, einer Vermutung oder dem begründeten Verdacht auf grenzverletzendes / übergriffiges Verhalten von Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen der Outlaw gGmbH gegenüber betreuten Kindern und Jugendlichen wurde unser internes Verfahren eingeleitet“, teilen Dr. Friedhelm Höfener, Geschäftsführer Outlaw, Thomas Doritz, Regionaler Geschäftsführer Region NRW/NDS, und Juliane Wieching, Bereichsleitung Münster, auf Anfrage in einer Mitteilung mit. Während des laufenden Verfahrens sei die betreffende Person vom Dienst freigestellt. Entsprechend der Vorgaben sei der Verdacht beim Jugendamt und beim Landesjugendamt angezeigt worden.

Elterngespräche und externe Unterstützung

Wie schnell wird sich der Verdacht klären lassen? „Wir und die betroffene Familie werden eng durch die Kinderschutzambulanz begleitet. Selbstverständlich arbeiten wir transparent mit den zuständigen Aufsichtsbehörden zusammen. Was wir gerade tun: Zum jetzigen Zeitpunkt finden Elterngespräche statt, wir werden durch externe Berater unterstützt – das Team wird gerade begleitet und bekommt Unterstützung durch die Kinderschutzambulanz. Ebenfalls werden wir den Fall in der Clearingstelle Kinderschutz Münster beraten lassen“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Höfener, Doritz und Wieching weiter. Der Tatbestand befinde sich derzeit in der Klärung. Ob es sich um einen weiblichen oder männlichen Mitarbeiter handelt, lässt Outlaw offen.

Outlaw bietet in dieser Woche in der Sprakeler Kita Gesprächstermine in einem Umfang von insgesamt elf Stunden an. Die Eltern werden in dem Elternbrief zudem auf externe Beratungsmöglichkeiten beim Deutschen Kinderschutzbund, bei Zartbitter und in der Pro- Familia-Beratungsstelle Münster hingewiesen. Zudem werde aus gegebenem Anlass mit den Kindern projektbezogen und präventiv zu den Themen Kinderrechte und Sexualpädagogik gearbeitet. Ebenfalls sind laut Elternbrief Elternabende vorgesehen.

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