Wolbeck
Gymnasium Wolbeck spendet 10 300 Euro für Haiti

Montag, 01.02.2010, 17:02 Uhr

Münster-Wolbeck - Das Engagement war beeindruckend - und führte zu einem tollen Ergebnis: 10 300 Euro erbrachte die Aktion „Hilfe für Haiti “ am Wolbecker Gymnasium , die komplett der Arbeit von Pater Jan Hanssens zu fließen, der seit 1973 auf Haiti lebt. Er hatte bei seinem Schulbesuch im Dezember vergangenen Jahres bei vielen Schülern einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der das Bedürfnis, nach dem katastrophalen Erdbeben unbedingt helfen zu wollen, noch verstärkt hatte.

„Ich möchte Euch Danke sagen für das eindrückliche Zeichen der Hoffnung, das Ihr durch Eure Spendenaktion gegeben habt“, erklärte gestern Pater Hans-Michael Hürter vom Referat Weltkirche Bistum Münster , als er symbolisch das Geld in Empfang nahm, und er blickte dabei in die Runde derer, die es verstanden hatten, durch ihr Engagement sowohl bei Mitschülern als auch bei den Eltern diese ungeheure Spendenbereitschaft anzustoßen.

Den ersten Schritt hatte der 14-jährige Philipp Vosseberg unternommen und mit einem Mitstreiter allein in Albersloh vor Geschäften und auch bei Unternehmen 950 Euro gesammelt. 400 Euro erbrachte der Verkauf von selbst gebackenem Kuchen der Jahrgangsstufe 13 und rund 360 Euro fließen durch die Blutspendeaktion, bei der sich einige Oberstufen-Schüler am Uni-Klinikum gegen den Obolus von 20 Euro Blut abzapfen ließen, in die Spendenkasse.

Einen besonderen Impuls gab der Elternbrief, den die Schülervertretung (SV) neben eigenen Sammelaktionen vor Ort, gemeinsam mit der Fachschaft katholische Religion erarbeitet hatte - die Summe auf dem vom Bistum Münster extra dafür angelegte Spendenkonto wuchs in Riesenschritten.

„Das Geld geht nicht in die Notfallhilfe“, betonte Pater Hürter. Es solle vielmehr beim Reparieren und Neubau von Pfarrzentren und Schulen eingesetzt werden. „Mit jeder Hilfe, die wir geben, stärken wir die Hoffnung der Menschen und ermutigen sie, selbst mit anzupacken und ihr Leben zu gestalten“, machte Pater Hürter noch einmal deutlich, wie ungeheuer wichtig Hilfe zur Selbsthilfe sei.

Von „gelebter Sozialkompetenz“ sprach Schulleiterin Edith Verweyen-Hackmann, die nicht nur sehr stolz auf die ungeheure Hilfsbereitschaft ihrer Schüler sei, wie sie sagte, sondern auch auf die dabei praktizierte Solidarität untereinander.

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