Wolbeck
„Ausbau unabdingbar“

Freitag, 30.07.2010, 00:07 Uhr

Münster-Wolbeck - „Wir dürfen bei der Diskussion um den Ausbau der Eschstraße nicht nur die verkehrliche Situation im Blick haben, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung unseres Stadtteils.“ Der Appell von Prof. Dr. Hein Hoebink vom Wolbecker Bürgerforum ist eindeutig. Er richtet sich an die im März gegründete Bürgerinitiative „Rettet den Esch “, die mit dem klaren Ziel angetreten ist, die Anbindung der Eschstraße an die Umgehungsstraße zu verhindern.

Eine kurze und schnelle Erreichbarkeit des Wolbecker Ortskerns sei Voraussetzung für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung, betont Hoebink, der sich seit Jahren in der Arbeitsgruppe Ortsgestaltung und Verkehr des Bürgerforums engagiert. Deshalb könne aus der Sicht des Bürgerforums auf die Eschstraße als Zu- und Abfahrtstraße nicht verzichtet werden.

Dass laut Bürgerinitiative bis zu 5000 Fahrzeuge dort dann ihren Weg suchen werden, hält Hoebink für „Panikmache“. Diese Zahl sei von der Stadt errechnet worden, wenn der Ortskern komplett gesperrt würde, was ja wohl nicht eintreten werde, so Hoebink.

Die Folgen einer Nutzung der Eschstraße als Zu- und Abfahrtsstraße lägen durchaus in dem Belastungsrahmen, der auch auf anderen Wolbecker Straße von den Anliegern derzeit hingenommen werde oder zukünftig hingenommen werden müsse, so Hoebink. Die BI dagegen spricht von einer anwohnerfeindlichen, den aktuellen Gegebenheiten nicht mehr angepassten Verkehrsplanung.

Allerdings: Was die Frage des Lkw-Verkehrs betrifft, zeigt sich das Bürgerforum auf Seiten der BI. „Für uns ist es eine wichtige Bedingung beim Ausbaukonzept, dass die Eschstraße dann für den Lkw-Verkehr gesperrt wird“, betont der Wolbecker. Und das sei durchaus konsensfähig, meinte er mit Blickrichtung auf die Entscheidungsgremien. Zudem müssten breite Fußgänger- und Radwege sowie sichere Querungswege garantiert sein.

Für Hoebink sind diese Forderungen des Bürgerforums ein Zeichen der Solidarität mit den Anliegen der Eschstraßen-Anwohner. Diese Solidarität soll aber auf Gegenseitigkeit beruhen. „Gemeinsinn“, wie Bernd Käselau , ebenfalls aktives Mitglied im Bürgerforum, es ausdrückt, fordere man ein, eine Solidarität der Eschstraßen-Anwohner mit den Anliegen der Anwohner anderer Straßen. Und alles müsse dabei auf das Ziel ausgerichtet, dass sich ein zukunftsträchtiger Ortskern mit attraktiven Geschäften und Dienstleistern entwickeln könne.

„Es kommt doch unserem gesamten Gemeinwesen zu Gute, wenn der Ortskern sich gut entwickelt, wenn er eine gute Einkaufsqualität bietet, wenn er auch für Geschäfte, Ärzte und Gastronomen von Interesse ist“, betont Hoebink. Unabdingbare Voraussetzung dafür sei und bleibe der Ausbau der Eschstraße.

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