Fassadensanierung
Mit besonderer Technik am Ziel

Münster-Angelmodde -

Die Fassadensanierungsarbeiten im Bonnekamp, frühere Osthuesheide, sind bei einem bundesweiten Wettbewerb mit einem dritten Preis ausgezeichnet worden.

Freitag, 12.07.2013, 07:07 Uhr

Praktisch den Schlusspunkt hinter die Instandsetzungsmaßnahmen setzte die Prämierung der Fassadenarbeiten aus deren Anlass sich Tobias Brüggemann (vorn), Joachim Seinecke, Stefan Wiesmann, Bernd Leuters und Jörg Wenningmann (v.l.).
Praktisch den Schlusspunkt hinter die Instandsetzungsmaßnahmen setzte die Prämierung der Fassadenarbeiten aus deren Anlass sich Tobias Brüggemann (vorn), Joachim Seinecke, Stefan Wiesmann, Bernd Leuters und Jörg Wenningmann (v.l.). Foto: na

Es war jetzt praktisch noch das letzte i-Tüpfelchen auf die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, die in den vergangenen fünf Jahren der Osthuesheide, jetzt Bonnenkamp, ein neues Gesicht gegeben haben und die mit der kompletten Fassadenerneuerung von 128 Wohnungen jetzt ihren Abschluss fand. Denn für die besondere Methode der Fassadensanierung erreichte die Firma Brüggemann Holzbau jetzt bei dem bundesweit von einer Fachzeitschrift ausgeschrieben Wettbewerb „Sanierungspreis 2013 Holz“ den dritten Platz unter 230 Mitbewerbern.

„Das bestätigt sehr deutlich, dass unsere Entscheidung richtig war, diese Art der Fassadenerneuerung zu wählen“, erklärte Joachim Seinecke vom Architekturbüro Archplan gestern bei einem Ortstermin, zu dem die durch Stefan Wiesmann vertretene Wohnungsgesellschaft Große Lodden (WGL) geladen hatte. Wiesmann war es auch, der dann noch einmal einen kurzen Rückblick auf die nicht immer ganz einfachen Wege bei der Sanierung warf. Angefangen schon damit, dass das Konzept erst nach dem sukzessiven Aufkauf der Wohnungen in Gang gebracht werden konnte. „Es gab einen unglaublichen Instandsetzungsstau und schwierige Eigentumsstrukturen“, erinnerte Wiesmann an den Beginn der Baumaßnahme. „Und auch die Verwaltungsarbeiten waren alles andere als einfach“, so Jörg Wenningmann, der Verwalter der Eigentümergemeinschaft Osthuesheide 63 bis 99.

Der Innensanierung folgte die Fassadensanierung, ein Knackpunkt bei der gesamten Maßnahme, wie Architekt Seinecke betonte. Hätte doch ein normaler Abriss den zeitweisen Auszug der Bewohner in eine andere Unterbringung erforderlich gemacht. „Ein sehr kostenintensive Angelegenheit“, erklärte Bernd Leuters vom Architekturbüro Archplan. Dazu war auch zu berechnen, dass in den Außenwänden Asbest verwendet worden war. „Das hätte die Abbrucharbeiten erschwert und verteuert“, so Leuters.

Mit der vorgefertigten Holztafelfassade wurde jedoch die Lösung gefunden. „Wir haben die Fassadenelemente komplett mit integrierten Dämmung, Fenstern und Außenputz gefertigt und vor Ort auf der Baustelle passgenau montiert“, so Tobias Brüggemann. Die alten Fenster wurden erst danach ausgebaut, die Bewohner brauchten ihre Wohnungen nicht verlassen. Zudem gingen die Arbeiten sehr rasch voran: Nur eine Woche brauchte man pro Gebäudeeinheit.

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