Christina Stoll wird Seelsorgerin am Schulzentrum
Kirche trifft Schulhof

Münster-Wolbeck -

Die Pastoralreferentin Christina Stoll ergänzt ab September das Beratungsangebot am Schulzentrum Wolbeck. Ihre Stelle war drei Jahre unbesetzt – jetzt könnte ihre Arbeit die drei Schulen näher zusammenbringen.

Donnerstag, 29.08.2013, 17:08 Uhr

In der ehemaligen Hausmeisterwohnung wird die neue Schulseelsorgerin Christina Stoll (2. v. r.) ihr Büro haben. Über das Modellprojekt freuen sich Peter Wessels (v. l.), Birgit Wenninghoff, Pfarrer Jörg Hagemann und Edith Verweyen-Hackmann (r.).
In der ehemaligen Hausmeisterwohnung wird die neue Schulseelsorgerin Christina Stoll (2. v. r.) ihr Büro haben. Über das Modellprojekt freuen sich Peter Wessels (v. l.), Birgit Wenninghoff, Pfarrer Jörg Hagemann und Edith Verweyen-Hackmann (r.). Foto: mlü

Und auf einmal fügten sich die Dinge fast wie von selbst: „Da kamen ganz überraschend ein paar Puzzle-Steine zusammen“, blickt Edith Verweyen-Hackmann , Schulleiterin am Gymnasium Wolbeck , zurück: Erstens platzt das Schulzentrum aus allen Nähten. Zweitens wollen die drei Schulen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Drittens wurde die Hausmeisterwohnung des Schulzentrums frei. Und dann meldete sich die Kirchengemeinde St. Nikolaus Münster mit der Nachricht, dass sie gerne eine neue Schulseelsorgerin an das Schulzentrum bringen würden.

Das passte gut zusammen. Am 1. September wird Christina Stoll als Pastoralreferentin ihre Tätigkeit in der Gemeinde aufnehmen und das mit einer besonderen Aufgabe: Sie wird Schulseelsorgerin für die Schüler, Eltern und Lehrer des Schulzentrums. Ihr neues Büro soll sie in der Hausmeisterwohnung bekommen – dort sei sie „außerhalb und trotzdem mittendrin“ im Schulgeschehen, so Peter Wessels von der Hauptschule Wolbeck. Denn die Hausmeisterwohnung wird auch von allen drei Lehrerkollegien genutzt. Die Kooperation der drei Schulen hat also künftig einen Ort.

Enges Beratungsnetz

Das Engagement der Gemeinde ergänzt das bereits dichte Beratungsangebot am Schulzentrum. Bei insgesamt 2000 Schülern am Schulzentrum könne das Beratungsnetz aber gar nicht dicht genug sein, betonen die Schulleiter. Zumal Stoll auch ein Ansprechpartner für die Lehrer werden soll. Verweyen-Hackmann erinnert sich an einen Fall aus der Vergangenheit: In Frankreich verunglückte ein Bus mit Schülern zu einer Zeit, als das Gymnasium gerade französische Austauschschüler zu Gast hatte. „Wir hatten plötzlich Schüler, die gerade Freunde verloren hatten.“ In so einer Situation bräuchten Lehrer Rat, wie sie mit der Situation im Unterricht umgehen sollen.

Konkret sieht das Konzept zum jetzigen Zeitpunkt vor, dass Christina Stoll an jeweils drei Tagen für Gespräche zur Verfügung steht. Sie unterstützt die Fachkonferenz Religion bei konkreten Projekten und arbeiten mit den Krisenteams der Schule zusammen. Wie genau sich aber ihre Arbeit ausgestaltet, müsse sich erst im Schulalltag herauskristallisieren.

Fusion der Gemeinden als Pluspunkt

Die Fusion der katholischen Gemeinden in Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck sieht Schulleiter Wessels als Pluspunkt. In der Großgemeinde seien alle Schüler des Schulzentrums vereint. „Eine Gemeinde für alle Schüler.“

Die Stelle des Schulseelsorgers war in der Gemeinde seit drei Jahren unbesetzt. Der Pfarrgemeinderat habe deswegen beim Bistum Münster insistiert – die Stelle sei zu wichtig. Dem Bistum wiederum war wichtig, dass die Schulseelsorge nicht völlig am Gemeindeleben vorbeiläuft. Deswegen nimmt Stoll an den regelmäßigen Besprechungen des Seelsorgeteams im Pfarrhaus teil.

In einem sind sich alle sicher: „Das ist ein Modellprojekt“, so die Schulleiterin der Realschule Wolbeck, Birgit Wenninghoff.

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