Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner zur aktuellen Diskussion um den Standort für Gefängnisneubau
„Verschiedene Aspekte spielen eine Rolle“

Münster-Wolbeck -

In die Diskussion um den Standort für das neue Gefängnis ist wieder Bewegung gekommen. Nachdem es lange als ausgemacht galt, dass die Justizvollzugsanstalt in Handorf errichtet wird, bringt der Naturschutzbund (Nabu) Münster wieder zwei weitere Bereiche ins Gespräch: Er verweist auf eine Ackerflächen in Sprakel sowie auf eine zwischen dem Alten Mühlenweg und der Freckenhorster Straße in Wolbeck. Beide Standorte (Nummer 7 und 10 der ursprünglich 34 Standorte umfassenden Auswahlliste) waren bei einer früheren Prüfung als „grundsätzlich geeignet“ eingestuft worden. Und ein Neubau hätte auf beiden Flächen „weit geringere ökologische Konsequenzen“, so das für den Nabu entscheidende Argument.

Dienstag, 10.09.2013, 18:09 Uhr

Dies will Dr. Michael Klenner so isoliert nicht gelten lassen: „Ökologie ist ein sehr wichtiger Aspekt bei der Standortfrage“, räumt der Bezirksbürgermeister von Münster-Südost ein. „Aber nicht der einzige.“ Vielmehr spielten verschiedene Fragen bei der Standortsuche eine Rolle.

Von großem Belang seien etwa die Eigentumsverhältnisse: So könne man Grundstücke der öffentlichen Hand immer leichter und schneller bebauen als Privatbesitz, der bei den Ackerflächen wahrscheinlich vorliege. Zu prüfen sei auch die Anbindung des späteren Gefängnisses an den öffentlichen Nahverkehr. Und schließlich müsse man an die Landwirte denken, die gerade in Wolbeck wegen des Baus der Umgehungsstraße und wegen der Ausgleichsflächen bereits sehr viel Ackerland hätten abgeben müssen.

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