Ausbau-Streit erreicht Oberverwaltungsgericht
Eschstraße: Klage eingereicht

Münster-Wolbeck -

Eine große Mehrheit der Bezirksvertretung und des Rates der Stadt Münster hatte sich im vergangenen September für den neuen Eschstraßen-Bebauungsplan ausgesprochen. Am Donnerstag reichte nun aber eine Anwohnerin Klage gegen den Ausbau der Straße ein.

Samstag, 10.05.2014, 10:05 Uhr

Ausbau-Streit erreicht Oberverwaltungsgericht : Eschstraße: Klage eingereicht
Symbolfoto Foto: dpa

„Wir haben das Vorgehen mit allen unseren Mitgliedern besprochen“, bestätigt Ernst Mackel von der Bürgerinitiative „Rettet den Esch “. Der Verein hatte im Vorfeld mehrfach betont, notfalls auch vor Gericht gegen den Ausbau der Eschstraße zu klagen. „Wenn man die Bedenken der Leute ernst genommen hätte, wäre es so weit nicht gekommen“, so Mackel. „Es wird immer so dargestellt, dass die Eschstraße absolut notwendig wäre für die Umgehungsstraße. Das ist schwer nachzuvollziehen.“ Er glaube durchaus, dass die Klägerin im so genannten Normenkontrollverfahren Recht bekommen könnte. „Sonst wären wir diesen Weg nicht gegangen.“

Bezirksbürgermeister Dr. Michael Klenner betonte am Donnerstag erneut: „Die Verwaltung hatte alle Einwände sorgfältig geprüft.“

Klar ist nun, dass sich der Ausbau wohl noch mehrere Jahre hinziehen wird. Nicht zuletzt, weil es Probleme beim Grunderwerb zu geben scheint. Ratsherr Kurt Pölling berichtete, dass sich ein Eigentümer weigert, zu verkaufen. Es handelt sich um eine unbebaute Ackerfläche. „Da wird ein Enteignungsverfahren geprüft.“ Auf Nachfrage der WN schätzt er: „Das kann sich noch ein paar Jahre hinziehen.“

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