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Münster-Wolbeck -

Fast fünf Jahrzehnte hat Ingeborg Schäfer hinter dem Lottotresen gestanden. Jetzt hat die 80-Jährige Abschied vom Berufsleben genommen.

Samstag, 28.06.2014, 08:06 Uhr

Nach fast fünf Jahrzehnten steht Ingeborg Schäfer (r.) nun nicht mehr hinter dem Lotto-Tresen, besucht aber gern ihre Tochter Ingeborg Pissarsky-Schäfer in deren Reisebüro.
Nach fast fünf Jahrzehnten steht Ingeborg Schäfer (r.) nun nicht mehr hinter dem Lotto-Tresen, besucht aber gern ihre Tochter Ingeborg Pissarsky-Schäfer in deren Reisebüro. Foto: na

Lotto und Ingeborg Schäfer – das stand für viele Wolbecker über fast fünf Jahrzehnte in untrennbarem Zusammenhang. Ende Mai nahm die 80-Jährige nun Abschied vom Lotto-Tresen, der zunächst ab 1968 in der Hofstraße und wenig später nach Umzug in der Neustraße in ihrem Lotto- und Tabakwarengeschäft gestanden hatte.

Während dieser Zeit hat der technische Fortschritt das Gewinnspiel erheblich beeinflusst. Nicht nur, dass sich die Bandbreite im Spielangebot erheblich erweitert hat, auch die Bearbeitung der Gewinnzettel hat völlig andere Formen angenommen. Und Ingeborg Schäfer erinnert an die dreiblättrigen Lottozettel, die innen einen Karbonteil hatten und immer die Hände schwärzten. „Namen und Adresse mussten die Spieler damals auf dem Schein noch ausfüllen“, berichtet die Wolbeckerin. So habe sie früher alle Kunden mit Namen ansprechen können.

Am Freitagabend wurde dann per Hand die Kasse abgerechnet“, erinnert sich Tochter Angelika Pissarsky-Schäfer . Das sei manchmal ganz schön hektisch gewesen. Auch, dass Ingeborg Schäfer des nachts mit dem abgerechneten Bargeld direkt zur Lotto-Bezirksstelle gefahren ist, kann man sich heute kaum vorstellen.

Für manchen Kunden hat sie auf Wunsch auch getippt, früher wie heute. Nicht zuletzt deshalb bedauert es Ingeborg Schäfer, dass sie sich von besonders treuen Kunden nicht persönlich habe verabschieden können

Viele Schulungen der Lottogesellschaft haben sie und später auch ihre Tochter mitgemacht. „Anders wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, die technischen Veränderungen zu beherrschen“, blickt sie zurück. Aber sie hat sich gern diesen Herausforderungen gestellt. Zu begehrt waren die Lizenzen die Lotto vergibt.

Auch nachdem ihre Tochter das Geschäft 2006 übernommen hatte, war Ingeborg Schäfer nach wie vor im Laden aktiv, bis jetzt das Geschäft in andere Hände übergegangen ist. „Die Tochter einer früheren Mitarbeiterin hatte ihr Interesse bekundet“, berichtet Angelika Pissarsky-Schäfer, die sich von dem Geschäft getrennt hat und sich in direkter Nachbarschaft mit einem Reisebüro selbstständig gemacht hat. Das Lotto-Geschäft wird, so der Stand der Dinge, wird in seiner gewohnten Form weiter existieren.

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