Hauptschule Wolbeck kooperiert in der Berufsvorbereitung mit dem Gartencenter Münsterland
Auszubildende dringend gesucht

Münster-Wolbeck -

Die Hauptschule Wolbeck schloss mit dem Gartencenter jetzt eine „Kooperationsvereinbarung Schule – Betrieb.“ Dabei handelt es sich um ein Projekt, das von der Industrie- und Handelskammer (IHK) unterstützt und begleitet wird. Insgesamt ist es die sechste Kooperation, die die Hauptschule mit einer Firma eingeht. Dazu arbeitet die Schule mit zahlreichen örtlichen Handwerksbetrieben zusammen.

Mittwoch, 24.09.2014, 23:09 Uhr

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung Schule – Betrieb: der Leiter der Hauptschule Wolbeck Peter Wessels (l.) und der Ausbildungsleiter des Gartencenters Münsterland, Daniel Hupka.
Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung Schule – Betrieb: der Leiter der Hauptschule Wolbeck Peter Wessels (l.) und der Ausbildungsleiter des Gartencenters Münsterland, Daniel Hupka. Foto: mfe

Für Hauptschüler gibt es in der Region Ausbildungsplätze genug. Nur gibt es nicht genug Hauptschüler, die überhaupt eine Ausbildung beginnen wollen. Deshalb müssen Lehrer oft Überzeugungsarbeit leisten. Peter Wessels , Leiter der Hauptschule Wolbeck , will mit seinem Team zumindest erreichen, dass seine Schüler Ausbildungsberufe und Betriebe kennenlernen, damit sie eine Lehre nach der Schule als Alternative zu einer weiterführenden Schule überhaupt in Betracht ziehen.

„Kooperationen mit Firmen sind eine gute Sache, von der beide Seiten profitieren können“, erklärte Wessels. Die Hauptschule Wolbeck schloss mit dem Gartencenter jetzt eine „Kooperationsvereinbarung Schule – Betrieb.“ Dabei handelt es sich um ein Projekt, das von der Industrie- und Handelskammer ( IHK ) unterstützt und begleitet wird. Insgesamt ist es die sechste Kooperation, die die Hauptschule mit einer Firma eingeht. Dazu arbeitet die Schule mit zahlreichen örtlichen Handwerksbetrieben zusammen.

Berufsvorbereitung werde an der Hauptschule groß geschrieben, erklärt Wessels. Ab der siebten Klasse stehe das Thema regelmäßig im Stundenplan. In der neunten und zehnten Klasse sei ein dreiwöchiges Praktikum Pflicht, um das Arbeitsleben, aber auch Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen. Dieses Praktikum kann jetzt auch im Gartencenter Münsterland absolviert werden.

„Wir bilden Kaufleute im Einzelhandel, Pflanzenberater sowie Gestalter für visuelles Marketing aus“, erklärt Daniel Hupka, Ausbildungsleiter im Gartencenter. Auch er bestätigt, dass es nicht genügend Bewerbungen gebe, die sich für diese Berufe interessieren. Deshalb sei aus seiner Sicht ein Pluspunkt, die Jugendlichen während eines Praktikums kennenzulernen. Auf der anderen Seite könnten Schüler den Alltag im Betrieb die Arbeitsabläufe und die Kollegen miterleben. Und das sei enorm wichtig, weiß Hupka. Er habe die Erfahrung gemacht, dass sich junge Menschen davon abschrecken lassen, wenn sie hörten, dass ihre Hände auch mit feuchter Erde in Berührung kommen und sie beim Gießen gelegentlich nass werden könnten. „Doch die Arbeit mit den Menschen und Pflanzen macht Spaß und ist sicher abwechslungsreicher als manch andere oft bevorzugte reine Bürotätigkeit“, ist Hupka überzeugt. Außerdem sei der Betrieb für Wolbecker Schüler mit dem Rad gut zu erreichen. Auch ein Kriterium, das den Jugendlichen bei der Berufswahl sehr wichtig ist.

Trend unter den Schülern sei es, nach dem Abschluss weiter zur Schule zu gehen. „Es ist nicht verwerflich, einen höheren Schulabschluss anzustreben“, stellt Wessels klar. Er ist allerdings der Ansicht, dass mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und entsprechenden Weiterbildungen noch alle Möglichkeiten bis hin zu einem Studium für die Jugendlichen offenstehen.

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