Neubau an der Münsterstraße
Fast unsichtbar

Münster-Wolbeck -

Die alte Villa an der Münsterstraße, in der früher die Gartenbauschule ihre Heimat hatte, wird durch einen kompakten Neubau fast völlig verdeckt.

Samstag, 18.10.2014, 07:10 Uhr

In Höhe des Eingangs zum Achatiushaus ist von der Münsterstraße aus im Vorbeifahren noch ein Blick auf die alte Villa zu erhaschen. Geht man ein Stückchen weiter, ist dies nicht mehr möglich
In Höhe des Eingangs zum Achatiushaus ist von der Münsterstraße aus im Vorbeifahren noch ein Blick auf die alte Villa zu erhaschen. Geht man ein Stückchen weiter, ist dies nicht mehr möglich Foto: na

Wo ist sie geblieben, die alte Villa mit dem schmucken Türmchen? Fast komplett verdeckt ist sie, die ehemalige Gartenbauschule an der Münsterstraße durch den kompakten Neubau , in dem derzeit das neue Domizil des Kindergartens St. Nikolaus und acht altengerechte Wohnungen entstehen. Eine Veränderung des Ortsbildes, zweifelsohne.

Dessen ist sich auch Pfarrer Jörg Hagemann bewusst. Aber der unlängst von der Piratin Birgit Hemecker noch einmal in die öffentliche Diskussion geworfenen Meinung, dass die Kita problemlos weiter in der alten Villa hätte bleiben können, widerspricht Hagemann deutlich. „Wir hätten soviel vergrößern müssen, nachdem wir uns entschlossen hatten, eine U 3-Betreuung auszuschreiben“, erklärt Hagemann. Mehr Platz habe man auch schaffen müssen, um die Übermittagsbetreuung in einem entsprechenden Rahmen gewährleisten zu können und um Kinderwagen zukünftig einen Abstellplatz zu bieten.

An einen Anbau sei auch gedacht worden. „Es hätte aber sehr viel an der Bausubstanz geändert werden müssen“, so Hagemann. Letztendliche Konsequenz: Man entschloss sich, einen Neubau mit einem Investorenmodell zu verwirklichen, in dem die Kirchengemeinde als Mieter auftritt.

Fast verdoppelt habe sich die Fläche für die Kita, so Hagemann. „Für mich war und ist es einfach sehr wichtig, dass den Kindern ein gutes elementar- und religionspädagogisches Angebot gemacht werden kann“, macht Hagemann deutlich, welche Prioritäten für ihn bei der Gestaltung der neuen Kita-Unterkunft gelten.

Als „sehr sensibel“ beschreibt Hagemann dann den Umgang mit den Architekten-Entwürfen. Auf eine „möglichst breite Sichtschiene“ ,auf die Villa habe er viel Wert gelegt. Verwirklicht sieht er diese durch die freie Fläche, die vor der Kita durch Parkplätze entsteht. Und tatsächlich erweist sich diese Stelle an der Münsterstraße im Einfahrtbereich zum Achatiushaus von der Münsterstraße als einzige Möglichkeit, einen Blick auf Villa inklusive Türmchen werfen zu können.

„Man sollte allerdings auch nicht vergessen, dass das alte Gebäude vor dem Neubau durch große Bäume recht dicht verdeckt worden sei, die jetzt zum Glück auch noch stehen“, sagt Hagemann. Bewusst groß sei der Abstand zwischen Villa und Neubau gehalten worden“, betont er.

Hagemann geht zudem davon aus, dass, wenn sämtliche Baustellengerätschaften nicht mehr auf der Baustelle sind, wenn der große Erdhügel weggeräumt ist und wenn der mit den Steinen der Mauer abgestimmte Klinker des Neubaus richtig zur Geltung kommt, der Eindruck schon ein anderer sein wird. Ein positiverer, so hofft Hagemann, als er derzeit doch bei vielen entstanden sein mag.

Einen völlig ungetrübten Blick auf die Villa hat man übrigens vom Angelseitenweg.

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