Erneute Bebauungsplan-Offenlegung zum Ausbau der Eschstraße erbrachte zahlreiche Einwände
Entscheidung fällt im Frühling

Münster-Wolbeck -

Wie geht es weiter mit der Eschstraße? Diese Frage stellen sich zurzeit viele Wolbecker. Einer der geplanten drei zentralen Zubringer zur Ortsumgehung spaltet weiter die Geister. Wie berichtet, wurde das Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Strecke, die heute teilweise verkehrsberuhigt ist und teilweise als Wirtschaftsweg dient, neu aufgerollt.

Montag, 03.11.2014, 19:11 Uhr

Wird die Eschstraße zum Ortsumgehungs-Zubringer ausgebaut? Die münsterische Verwaltung prüft zurzeit erneut die Einwände der Kritiker.
Wird die Eschstraße zum Ortsumgehungs-Zubringer ausgebaut? Die münsterische Verwaltung prüft zurzeit erneut die Einwände der Kritiker. Foto: isa

Während viele Menschen im Ort dem Ausbau positiv gegenüberstehen, nutzten die Gegner des Eschstraßenausbaus noch einmal die Gelegenheit, Kritik anzumelden. „Ja, es wurden zahlreiche Einwände gemacht“, bestätigt der stellvertretende Leiter des Amtes für Stadt- und Verkehrsplanung, Jörg Krause, auf Anfrage der WN. Eine endgültige Entscheidung über den Ausbau sei nicht vor dem nächsten Frühling zu erwarten.

Zur Erinnerung: Zwar sollen bereits Mitte Dezember die ersten Autos über die Ortsumgehung rollen. Auf den Zubringer Eschstraße wird man jedoch – zumindest vorerst – noch warten müssen. Anwohner hatten beim Oberverwaltungsgericht Münster ein Normenkontrollverfahren wegen Formfehlern bei der Offenlegung des Bebauungsplans angestrengt. Die Stadt Münster entschloss sich daraufhin zur erneuten Offenlegung, die jetzt endete.

Eine genaue Prognose, wie lange die Verwaltung zur Prüfung der neuen Einwände braucht, vermag Jörg Krause nicht zu geben. Aber: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, betont der Verwaltungsfachmann. Wichtig seien Sorgfalt und Fairness den Bürgern gegenüber. „Wir werden dem Rat die verschiedenen Themen und Kritikpunkte transparent und fundiert aufbereiten.“

Natürlich müsse man nicht bei Null anfangen und könne einige alte Basisbausteine in Bezug auf Grundsatz-Bereiche wie Umwelt oder Einschätzung der Notwendigkeit des Projekts nutzen. Daher werde die Prüfung längst nicht so lange Zeit in Anspruch nehmen wie beim ersten Durchgang. Außerdem sehe man wegen der bereits fast fertig gestellten Ortsumgehung eine besondere Priorität. Aber ein halbes bis ein dreiviertel Jahr müsse man einplanen, schätzt Krause.

Frühestens im Frühling 2015 könne das Planungsamt die Prüfungsergebnisse vorlegen. Gleichzeitig werde man dann die Empfehlung dazu abgeben, ob und wann die Eschstraße ausgebaut werden soll.

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