Erdbeben: Hilfe aus Wolbeck für Nepal
Eine-Welt-Kreis schreibt Ministerium

MÜnster-Wolbeck -

Die Mitglieder des Eine-Welt-Kreises möchten die Menschen in Nepal beim Neuaufbau ihres Landes unterstützen. Noch Ende 2015 soll ein Projekt zum Wiederaufbau von zwölf durch das Beben zerstörten Schulen im Distrikt Kavre starten, in dem der Kreis seit über 15 Jahren tätig ist. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau soll helfen.

Freitag, 23.10.2015, 15:10 Uhr

„Schon fast ein halbes Jahr ist seit dem verheerenden Erdbeben in Nepal vergangen. Noch immer herrscht in weiten Teilen des Landes der Notstand. Überforderte lokale Behörden, die Zögerlichkeit der internationalen Staatengemeinschaft, ausreichende Hilfsgelder zu Verfügung zu stellen, sowie jüngste Spannungen mit dem großen Nachbarn Indien lähmen den so wichtigen Wiederaufbau des Landes“, weiß Christoph Roer , Vorstandsmitglied des Ökumenenischen Eine-Welt-Kreises in Wolbeck (ÖWK). Der hatte unmittelbar nach der Katastrophe, bei der nach offiziellen Angaben fast 8000 Menschen ihr Leben und Tausende ihre Existenz verloren haben, eine Spendenaktion gestartet.

Roer: „Die Spendenbereitschaft hat den ÖWK überwältigt. Mehr als 300 000 Euro gingen bislang von Spendern aus ganz Deutschland ein.“ Etwa die Hälfte dieser Gelder wurde für dringende Sofortmaßnahmen direkt in den ersten Tagen nach dem Beben eingesetzt, um für circa 6000 Familien mit festen Planen ein provisorisches Dach über dem Kopf zu schaffen und die Not der Ärmsten zu lindern. Mit einer Bambuskonstruktion und Planen wurden ebenfalls einige Schulen provisorisch wieder aufgebaut, so dass unter einfachsten Bedingungen die Kinder wieder zur Schule gehen können.

Nun möchten sich die Mitglieder an dem so wichtigen Neuanfang des Landes beteiligen. Noch Ende 2015 soll ein Projekt zum Wiederaufbau von zwölf durch das Beben zerstörten Schulen im Distrikt Kavre starten, in dem der ÖWK seit über 15 Jahren tätig ist. Christoph Roer: „Die zuständigen Behörden, die in ihrem Distrikt fast 300 zerstörte Schulen zu beklagen haben, sind auf die HEFA, die nepalesische Partnerorganisation des ÖWK, zugekommen mit der Bitte um Unterstützung. Eigene Mittel und Ressourcen für eine Wiederherstellung des Schulsystems fehlen den Behörden.“

Das geplante Projekt umfasst ein Finanzvolumen von circa 665 000 Euro und soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Wie auch bei vergangenen Projekten bewirbt sich der ÖWK derzeit über einen umfänglichen Antrag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit um die Kofinanzierung von 75 Prozent der Projektkosten. 25 Prozent der Kosten sind über Spenden durch den ÖWK zu finanzieren.

Am 15. November (Sonntag) lädt der Vorstand des ÖWK seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, um über das Projekt und dessen Durchführung zu beraten und abzustimmen. Bei der Gelegenheit wird Christoph Roer über den Stand der Soforthilfen und das geplante Projekt informieren. Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus. Der Vorstand weist ausdrücklich darauf hin, dass auch diejenigen, die kein Mitglied sind, sich aber informieren möchten, „herzliche eingeladen sind“.

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