Bürgerforum Wolbeck will mit seinem Antrag an die Bezirksvertretung die Münsterstraße sicherer machen
Mehr „Tempo-30“ im Ortskern

Münster-Wolbeck -

Die Situation ist bekannt: Autofahrer, die vom Drostenhof kommend in Richtung Münster unterwegs sind, brauchen Geduld. Wegen der engen Straßenführung gilt hier im Ortskern „Tempo 30“. Kurz vor der Angelbrücke wird diese Beschränkung jedoch durch ein Tempo-50-Schild aufgehoben. „Viele Autofahrer geben dort sofort Gas“, hat Dieter Alke beobachtet. Und das ärgert den Vorsitzenden des Bürgerforums Wolbeck. Warum? „Ein paar Meter weiter liegen sowohl das Wolbecker Alten- und Pflegeheim als auch ein Kindergarten.“

Montag, 17.10.2016, 00:10 Uhr

Sie wollen die Tempo-30-Regelung im Ortskern ausdehnen: (v.l.) Dieter Alke, Professor Dr. Hein Hoebink und Dr. Manfred Wienzek vom Bürgerforum Wolbeck. Das Tempolimit soll demnächst bis zur Kreuzung Münsterstraße/Eschstraße/Am Borggarten gelten.
Sie wollen die Tempo-30-Regelung im Ortskern ausdehnen: (v.l.) Dieter Alke, Professor Dr. Hein Hoebink und Dr. Manfred Wienzek vom Bürgerforum Wolbeck. Das Tempolimit soll demnächst bis zur Kreuzung Münsterstraße/Eschstraße/Am Borggarten gelten. Foto: isa

Tempo 30 müsse deswegen auf diesem Bereich ausgedehnt gelten, fordert Alke gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Manfred Wienzek und mit Professor Dr. Hein Hoebink von der Arbeitsgruppe Verkehr des Bürgerforums . Daher hat das Bürgerforum jetzt einen entsprechenden Antrag bei der Bezirksvertretung (BV) Südost eingereicht.

Ortstermin Münsterstraße 24: Es bestätigt sich, dass der Bereich vor dem Alten- und Pflegeheim „Achatius-Haus“ und dem Kindergarten St. Nikolaus von Fußgängern stark frequentiert wird. Auch eine Bäckerei und eine Sparkassen-Filiale sowie der Zugang zum Angelseitenweg liegen ganz in der Nähe. Die Gehwege sind schmal. Zahlreiche Senioren mit Rollatoren sowie Eltern mit Kinderwagen sind hier unterwegs. Viele nutzen den Zebrastreifen direkt vor dem Kindergarten, einige queren aber auch ein paar Meter daneben die Straße.

„Hier ist einfach ein neuralgischer Punkt“, erklärt Hoebink. Er ist sicher, dass die Autofahrer an der betreffenden Stelle eine Einführung von Tempo 30 verstehen würden: „Der Ortskern soll attraktiv, lebendig und für Pkw erreich bleiben“, stellt er klar. Aber ganz wichtig sei auch die Sicherheit. Und die werde durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Bereich wesentlich erhöht. Konkret beantragt das Bürgerforum nun, die im Ortskern bereits bestehende Tempo-30-Regel bis zur Kreuzung Münsterstraße/Eschstraße/Am Borggarten auszudehnen.

Warum kommt der Antrag gerade jetzt? „Hintergrund für unseren Vorstoß zum jetzigen Zeitpunkt ist eine bundesweite Änderung der Straßenverkehrsordnung“, erläutert Wienzek. Diese erleichtere die Einführung von Tempo 30 auch in Bereichen, für die es vormals keine Handhabe gab. Das Bürgerforum hofft nun darauf, dass die BV zustimmt und die Verwaltung die Maßnahme rasch umsetzt.

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