ZiBoMo-Tanzgruppen trainieren wieder intensiv
Beate I. verbreitet Schrecken

Münster-Wolbeck -

Hippenmajorin Beate I. Fischer zeigt sich von den Tanzgruppen der KG ZiBoMo begeistert

Montag, 19.12.2016, 08:12 Uhr

Traute sich doch in eine Szene des Showtanzes der „Teens“: Hippenmajorin „Beate die Böse“ Fischer.
Traute sich doch in eine Szene des Showtanzes der „Teens“: Hippenmajorin „Beate die Böse“ Fischer. Foto: anh

Willst du denn auch gern den Marschblock sehen?“, fragt Christa Ebermann am Samstagvormittag die eben eingetroffene Hippenmajorin der KG ZiBoMo. Beate Fischer will und schon nehmen in der Zweifachturnhalle die Tänzerinnen Aufstellung – 41 von 54 sind am Marschblock beteiligt. Hier haben sie Platz dafür, und gern schaut auch Fischers Adjutant Martin Nieße mit seiner Partnerin Petra Schlackmann und Gardist Thomas Steinbrede zu, ZiBoMo-Präsident Torsten Laumann zückt den Foto-Apparat, sein Vize Thomas Deipenbrock ist auch dabei. Falk Westenberg, Adjutant der Jugendhippenmajorin Kristin Steinbrede, kann diesmal nicht neben ihr stehen – sie tanzt mit. Soweit es terminlich möglich ist, wird sie auch in der Session auftreten mit ihren Kolleginnen von den „Teens“.

An diesem Tag gehe es um Schrittfolgen und Formationen, erklärt Trainerin Ebermann, da verzichteten die Tänzerinnen auf Spagate und Radschläge. Das stimmt nicht ganz – zwei springen den Spagat in beachtlicher Höhe. „Ich kann mich nie sattsehen“, bekennt Fischer anschließend den Tänzerinnen. „Ihr seid richtig gut. Ich wünsche noch ganz viel Erfolg.“ Das Tanzen sei „ganz schön schwer“, das versuche sie nicht, „besser nicht“. Fünf Minuten später, die Körbe mit Geschenken sind geleert, versucht sie es doch: In einer Szene des Showtanzes der „Teens“ nimmt sie an der Stelle von Johanna Beitelhoff die Rolle des bösen „Bowser“ ein: Der muss den Teens einen Schrecken einjagen – „Beate die Böse“ schafft es. Den ersten richtigen Auftritt gibt es am 7. Januar, dann sind die drei Tanzmariechen dran – Michelle Bohmann, Nadine Kramer und Tabea Moschner.

Erst einmal gehen die 54 Tänzerinnen in die kurze Weihnachtspause, auch die vier Trainerinnen und elf Betreuerinnen, und die allerjüngsten, die „Tanzmäuse“, die in einer speziellen Gruppe vorbereitet werden. Man ziehe immer wieder Nachwuchs hoch, wenn die Älteren wegen der Schule oder des Berufs aussteigen müssten, so Ebermann. Die Trainerinnen seien gut ausgelastet: „Mehr geht nicht“.

Fischer weiß noch genau, wann sie die ZiBoMo-Tanzgruppen zum ersten Mal erlebt hat: 1991. Im Jahr davor hatte sie am Ziegenbocksmontag im Zelt ihren zukünftigen Ehemann kennengelernt, „meinen Uli“. Ohnehin sehen die höchsten Würdenträger die Tänzerinnen häufig aus einer speziellen Perspektive, wenn sie nämlich selbst auf der Bühne sitzen – dann sehen sie sie von hinten.

Die Tanzgruppen dienen mit ihren Präsentationen ganz nebenbei auch dem frühen Kennenlernen unter Karnevalisten verschiedener Gesellschaften. Wenn sich eine Präsentation an die nächste reiht und die Repräsentanten auch mal an drei Wochenenden hintereinander in die Stadthalle Hiltrup ziehen, dann lernen die neuen unter ihnen die Vertreter anderer Gesellschaften kennen. Das sei ein schöner Einstieg für sie gewesen, sagt Fischer. Man sei sich dann „überhaupt nicht mehr fremd“, wenn die Session losgeht.

Hätte Fischer eine Tochter, würde sie wohl „auch als Mutter mitfiebern“. Ihre zwei Söhne sind anders bei der ZiBoMo engagiert, nämlich – der eine schon, der andere hoffentlich bald – bei den „Jukas“.

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