Strässer und von Olberg bei der Awo
Bildung steht ganz oben auf der Liste

Münster-Wolbeck -

Vorträge gab’s, vor allem aber einen regen Austausch unter vielen Gästen des Neujahrsempfangs der Awo Wolbeck. Zunächst war es Christoph Strässer, der im Achatius-Haus das Wort an die etwa 40 Gäste richtete: Strässer, Präsident des SCP, noch Bundestagsabgeordneter, langjährig befasst mit Menschenrechtspolitik und humanitären Fragen, hatte seinen potenziellen Nachfolger mitgebracht: Robert von Olberg, geboren 1988, Ratsherr seit 2014 und seit April 2015 Vorsitzender der SPD Münster. Vereinsvertreter waren gekommen, etwa vom Bürgerforum Wolbeck, auch weitere Politiker aus dem Rat und der Bezirksvertretung, Marius Herwig, SPD, Horst-Karl Beitelhoff, CDU, Willi Schriek, FDP.

Montag, 16.01.2017, 00:01 Uhr

Robert von Olberg (
Robert von Olberg ( Foto: anh

In Syrien gebe es einen Hoffnungsschimmer, so Strässer . Dramatisch sei die Lage der Flüchtlinge auf Lesbos . Mit jenen, die Probleme mit der Immigration in Deutschland sehen, müsse man reden. Viele Äußerungen seien nicht nachvollziehbar und ein Fall für die Strafverfolgung.

Gut wie seit 25 Jahren nicht sei die Arbeitsmarktlage, die SPD habe für Mindestlohn und Rentenanhebung gesorgt. Altersarmut werde ein Problem, die Mütterrente müsse anders finanziert werden, nicht aus der Rentenversicherung.

Den Rechtspopulismus dürfe man „nicht ignorieren“, sondern „an jeder Stelle und in dem Moment, wo er geäußert wird, widerlegen“. Mancher Trump-Wähler werde über seine Wahl noch nachdenken, wenn die Steuern für Reiche gesenkt und die Krankenversicherung „ Obamacare “ verschwinde.

Von Olberg trieb die Schulpolitik um. „Gleiche Chancen für alle“ sei seine Linie. Einkünfte aus Kapital will er analog zu Einkommen aus Arbeit besteuert sehen. In Fragen der Migration müsse man Gesetze richtig anwenden – „ein Überbietungswettbewerb nützt niemandem“. Er lobte Bischof Genn dafür, an eine Selbstverständlichkeit erinnert zu haben. Den Empfang der AfD im Rathaus, den „müssen wir ertragen“. „Wenn der Widerspruch aufhört, sickern diese Positionen in die Gesellschaft ein.“ Gegenmittel? „Bildung ist das Allerwichtigste“, so von Olberg. Das bedeute, Erzieherinnen besser zu bezahlen. An das Land richtete Kurt Pölling, ehemaliger Ratsherr der SPD, den Wink, die Finanzierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) „reicht hinten und vorne nicht“. Auch Rainer Wagner und Hein Hoebink beteiligten sich an der DIskussion.

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