Schüler zeigten viel Engagement
Die „Friedenstraumfänger“

Wolbeck -

Alle drei Schulformen des Wolbecker Schulzentrums beteiligen sich an den Münsteranern „Wochen gegen Rassismus“.

Mittwoch, 15.03.2017, 08:03 Uhr

Unter der Federführung der Gymnasiallehrerin Gabriele Reuter (3.v.r.) beteiligen sich erstmals Schüler aller drei Schulformen des Wolbecker Schulzentrums an den Münsteraner Wochen gegen Rassismus.
Unter der Federführung der Gymnasiallehrerin Gabriele Reuter (3.v.r.) beteiligen sich erstmals Schüler aller drei Schulformen des Wolbecker Schulzentrums an den Münsteraner Wochen gegen Rassismus. Foto: hk-

„Brücken verbinden.“ Das ist ein Thema, das die Gymnasiasten der Klasse 6d mit der Aktion „ Münster l(i)ebt Vielfalt – Münsteraner Wochen gegen Rassismus“ verbunden haben. „Wir haben sehr viele Kinder internationaler Herkunft“, sagte Gabriele Reuter , Initiatorin der Ausstellung im Pädagogischen Zentrum des Schulzentrums Wolbeck . Die verschiedenen Herkunftsländer der Schüler regten zu dem Brückenthema an. Brücken bauen zu anderen Menschen und Völkern, das war ihnen wichtig.

Bereits zum dritten Mal hat sich das Gymnasium Wolbeck an den Münsteraner Wochen gegen Rassismus beteiligt. Neu an dieser Aktion, die unter dem Motto „Hundert Prozent Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“ steht, ist, dass Verbindungslehrerin Gabriele Reuter die beiden anderen Schulen, die Haupt- und Realschule, mit ins Boot geholt hat.

So haben die Realschüler während des Kunstunterrichts nach dem Vorbild des Street-Art-Künstlers Banksy schablonierte Kunstwerke erschaffen, die eine rassistische Politik kritisieren. Sei es der mögliche Mauerbau in Mexiko oder das vergessene Sebrenica, dessen sich die Schüler angenommen haben. „Es war uns wichtig, dass sich die Schüler fundiert mit dem Thema Rassismus auseinander setzen“, so Kunstlehrerin Ulla Kortas.

Zum Thema „Vielfalt“ trugen die Hauptschüler bei, die mit ihrem Kunst- und Kulturcafé „Tigrinia“ punkten. „Tigrinia“ steht für Eritrea, aus dem ein Vater eines Sechsklässlers kommt. So bieten die Schüler während der Pausen Snacks und Salate aus verschiedenen Ländern an, die sie in der schuleigenen Küche zubereiten.

Landkarten, die die ganze Welt umspannen, zeigen die Herkunftsländer, aus denen die Schüler kommen oder zu denen sie Verbindungen haben. Fäden ziehen Linien, verbinden die fünf Kontinente als Zeichen der Solidarität. Auf Zetteln, die an der Bilderwand fixiert sind, kann jeder seine Gedanken schreiben. Das ist auch eine Verbindung auch zum zertifizierten Gymnasium Wolbeck als „Schule mit Courage. Schule gegen Rassismus“.

Eindrucksvoll sind die „Frie-denstraumfänger“. Ringe, teils mit dem Peace-Zeichen versehen und mit Federn geschmückt, fordert die Welt zur Mitmenschlichkeit auf. Kunstlehrer Peter Reuter führte die Schüler der Oberstufe an dieses Thema heran.

Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zu einem respektvollen Miteinander im Schulzentrum. Schüler werden auch gemeinsam mit der unterstützenden SV-Lehrerin Gabriele Reuter und Schulseelsorgerin Christina Stoll die Pausenaufsicht führen. In den Pausen sind auch einige Aktionen geplant. Dann werden Schüler künstlerische und musikalische Darbietungen zum Thema „Weltoffenheit – für Vielfalt, Respekt und demokratisches Zusammenleben“ als Zeichen gegen Ausgrenzung, für Menschenwürde und für demokratische Rechte setzen.

► Die Ausstellung im pädagogischen Zentrum ist bis zum 23. März von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

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